Allgemein


Der Fachkräftemangel stellt eine der größten Herausforderungen des Arbeitsmarktes dar. In Deutschland werden Prognosen zufolge insgesamt 1,3 Millionen Fachkräfte bis zum Jahr 2030 fehlen. Insbesondere die Baubranche befindet sich in einem tiefgreifenden Digitalisierungsprozess, der mit einem erhöhten Bedarf an qualifiziertem Personal einhergeht. Viele der heute besonders gefragten Tätigkeitsprofile existierten vor fünf bis zehn Jahren noch nicht und entwickeln sich in rasantem Tempo weiter. In der Branche gibt es verschiedene Ansätze, sich an diese Entwicklungen anzupassen.

Zwei Drittel der von dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befragten Bauunternehmen gaben Ende 2021 zu, aufgrund des Fachkräftemangels ihre offenen Stellen längerfristig nicht besetzen zu können. Dabei rechnen 62 Prozent der Unternehmen mit Auftragsverlusten infolge der Fachkräfteengpässe bei gleichzeitig hoher Nachfrage. Auch in Österreich und der Schweiz steht die Branche vor einer großen Herausforderung. Der Fachkräfteradar 2021 des österreichischen Instituts für Bildungsforschung und Wirtschaft (IBW) besagt, dass 83,5 Prozent der befragten Bauunternehmen aktuell vom Mangel an Fachkräften betroffen sind. In der Schweiz waren im 1. Quartal 2022 12.585 Stellen im Baugewerbe offen. Nur im Gesundheitswesen gab es eine noch höhere Nachfrage.

BIM-Modeling und VDC als neue Standards

Die zunehmende Digitalisierung wird auch in der Baubranche in den nächsten Jahren den Takt bestimmen. Im Fokus steht hierbei das sogenannte Building Information Modeling (BIM). Damit gemeint ist eine Methode, die den gesamten Planungs- und Umsetzungsprozess eines Projektes und schließlich auch dessen Gebäudeverwaltung und -bewirtschaftung mit Hilfe digitaler Werkzeuge effizienter gestalten, alle beteiligten Gewerke miteinander vernetzen und ihre Arbeit in einer nahtlosen Kooperation miteinander verzahnen soll.

Ein ähnlicher Ansatz ist Virtual Design and Construction (VDC). Während BIM unterschiedlichste Informationen über ein Gebäude oder ein Bauwerk vom Entwurf bis zum Rückbau sammelt, legt das VDC den Fokus auf die Bauphase des Projekts und die damit verbundenen Geschäftskennzahlen. Es umfasst die Koordination zwischen den beteiligten Akteuren wie z.B. Architekten, Ingenieuren und Bauplanern. Das strategische Management wird hier somit ebenso berücksichtigt wie die Kosten und Wertschöpfung eines Projektes.

Digitale Werkzeuge werden für eine effiziente Umsetzung der Bauprojekte der Zukunft unerlässlich sein. Laut einer Studie von PwC wollen deshalb knapp 80 Prozent der deutschen Unternehmen in der Bauindustrie BIM einsetzen. Um Bauunternehmen schrittweise an BIM heranzuführen, hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Jahr 2015 einen Stufenplan erstellt, der auf die „BIM-Anforderung 2020“ vorbereiten sollte. In Deutschland besteht seit dem 1. Januar 2021 eine BIM-Pflicht bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, was die Dringlichkeit der BIM-Implementierung weiter verschärft. In Österreich gibt es ebenfalls seit 2015 BIM-Standards und in der Schweiz seit 2018 eine BIM-Richtlinie.

Upskilling ist unverzichtbar

Es liegt in der Hand der Unternehmen, auf die aktuelle Branchendynamik rechtzeitig zu reagieren und ihren Beschäftigten weiterbildende Maßnahmen, das sogenannte Upskilling, bereit zu stellen. Viele Unternehmen haben erkannt, dass interne Weiterbildung eine fundamentale Rolle für ihre Wettbewerbsfähigkeit spielt: Laut einer Umfrage von LinkedIn Learning lag der Hauptfokus bei 46 Prozent der im Jahr 2022 befragten Verantwortlichen für personelle Entwicklung im Bereich Upskilling.

Der Hersteller mechanischer Rohrverbindungssysteme Victaulic hat erkannt, welch zentralen Beitrag Unternehmen zu diesem Prozess leisten können, und eine führende Rolle bei der Entwicklung der branchenspezifischen Schulungsprogramme eingenommen. In jedem Projekt, an dem Victaulic beteiligt ist, bieten wir ganzheitliche Virtual Design and Construction (VDC)-Schulungen für die Auftragnehmer an. Diese umfassen Installationsanweisungen für die Rohrkupplungssysteme sowie praktische Übungen, um Ingenieure und Konstrukteure während des gesamten Lebenszyklus eines Projekts zu unterstützen und zu schulen, etwa dabei eine Technikzentrale zu entwerfen – von Strichzeichnungen bis hin zu einem BIM-Modell in Revit®. Weitere Themen, die behandelt werden, sind unter anderem die Einteilung von Layouts und Projekten in Zonen, welche einzelne Aspekte der Projekte graphisch hervorheben, sowie Kollisionsprüfungen und die Entwicklung von Material-Listen. Alle Teilnehmenden erhalten ein Schulungszertifikat, das versichert, dass sie mit dem Wissen ausgestattet wurden, die Produkte von Victaulic ordnungsgemäß zu installieren.

Weiterbildung ist ein Erfolgsfaktor für Unternehmen und Mitarbeiter

Autor: Manuel Emmerich
Autor: Manuel Emmerich

Der Mangel an Fachkräften wird die Baubranche noch einige Jahre begleiten, wenn Betriebe hier nicht gegensteuern. Vorhandene Potenziale können nicht ausgeschöpft werden und hemmen das Wachstum der Unternehmen.

Vor allem digitales Upskilling ist also unverzichtbar für einen langfristigen Unternehmenserfolg. Schließlich profitieren davon sowohl die Unternehmensführung als auch die Belegschaft, denn sie werden auf die digitale Zukunft der Baubranche vorbereitet und für zukünftige Karriereschritte gewappnet.

Wenn Unternehmen das volle Potenzial der Weiterbildungsmaßnahmen erkennen, sparen sie Zeit, Wissen und Geld – wertvolle Ressourcen, die für eine erfolgreiche Zukunft in der Bauwirtschaft unerlässlich sind.

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Super Spacer T-Spacer SG wurde speziell für Structural Glazing und XXL Gläser entwickelt, um die Eigenschaften des Randverbunds hinsichtlich Langlebigkeit zu optimieren. Dabei wurde die typische T-Form des Warme Kante Abstandhalters T-Spacer Premium Plus speziell an die Bedürfnisse automatischer Isolierglaslinien für Großformate angepasst.

Structural Glazing ist mehr als ein Modetrend. Die eleganten, lichtdurchlässigen Fassadenkonstruktionen sind dank ihrer guten Performance bei Wärmedämmung und Lebenszykluskosten auch beim Thema nachhaltiges Bauen ein wachsender Trend.

Da die UV-beständigen Sekundärdichtstoffe aus Silikon gasdurchlässig sind, kommt der Primärdichtung beim Structural Glazing eine besondere Bedeutung zu. Der an den Seiten des Abstandhalters aufextrudierte und mit den Glasinnenseiten verklebte Primärdichtstoff – meist Polyisobutylen – trägt die Hauptlast, den Randverbund im Gesamten gasdicht zu halten und eine Dampfdiffusion in den Scheibenzwischenraum zu verhindern.

Super Spacer T-Spacer SG, der neue Abstandhalter für Structural Glazing und XXL Gläser, besitzt größere Flächen für den Auftrag der Primärdichtung. Die äußeren Abmessungen bleiben gegenüber dem Super Spacer T-Spacer Premium Plus unverändert, Edgetech vergrößerte jedoch die seitlichen Flächen für den Auftrag des Polyisobutylens. Der neue Spaceraufbau unterstützt darüber hinaus die millimetergenaue Applikation des Abstandhalters vor dem Auftrag der Sekundärdichtung in der automatischen Isolierglaslinie. Parallelität und geringe Toleranzen der Spacer bei großen Mehrscheiben-Isolierglaseinheiten werden dadurch noch präziser und die Robustheit des Systems wird weiter erhöht. Dies ist speziell bei hohen Scheibenabmaßen und Scheibengewichten, plus der erwarteten langen Lebensdauer von Fassadenelementen besonders wichtig.

Super Spacer T-Spacer SG ist wie alle Produkte aus dem Hause Edgetech ein metallfreier, silikonbasierter Warme Kante Abstandhalter aus Strukturschaum mit integriertem Trockenmittel. Er besitzt dank der niedrigen thermischen Leitfähigkeit von 0,19 W/mK ebenfalls exzellente wärmedämmende Eigenschaften.

Die Zusammensetzung des Abstandhalters bietet ein verbessertes Formgedächtnis, was für die langfristige Integrität des Randverbunds wichtig ist. Der elastische Strukturschaum folgt den klimabedingten Bewegungen des Glases und entlastet die Butyldichtung zu einem großen Teil. Insbesondere in Klimazonen mit sehr niedrigen, sehr hohen oder stark schwankenden Temperaturen ein unschätzbarer Vorteil.

Edgetech auf der glasstec: Halle 17, Stand C 57

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Die Herausforderungen für die Beteiligten an der digitalen Wertschöpfung Bau lassen nicht nach. Die Komplexität von Projekten im Neu- und Umbau nehmen weiter zu. Die digitale Transformation und der gleichzeitige Fachkräftemangel stellen gerade kleine und mittlere Unternehmen unter Stress. Der Krieg in der Ukraine wirkt sich massiv auch auf die Branche in Deutschland aus. Wer denkt da noch an den Klimaschutz? Die BIM-TAGE Deutschland werden die Lage im Herbst 2022 skizzieren. Und mehr als 120 Unternehmen, Verbände und Institutionen zeigen an drei Tagen mögliche Lösungen auf. Auch Repräsentanten der Bundesregierung, Abgeordnete des Deutschen Bundestags und des Bauministeriums NRW bringen sich ein. Der Zugang zu Programm und Wissenstransfer ist niedrigschwellig, denn alle Vorträge und Diskussionen werden live gestreamt und aufgezeichnet. Und wer sich persönlich austauschen will, kommt am 19.9. nach Berlin in das ALLIANZ FORUM am Brandenburger Tor.

„Aus fünf Perspektiven blicken wir beim BIM-Jahreskongress im Herbst 2022 sehr ernst auf die aktuellen Herausforderungen der digitalen und nachhaltigen Bauwirtschaft in Deutschland:“ so der Initiator und Intendant der #BTD (BIM-TAGE Deutschland) Ralf Golinski, „Aus der Planung, der Ausführung, dem Betrieb, der Politik und aus dem europäischen Ausland. Diese Perspektiven gehören zusammen betrachtet, denn das wichtigste Nutzenversprechen von Building Information Modeling liegt in einem durchgängigen digitalen Datenmanagement im Immobilienlebenszyklus. Aber erst die Bereitschaft zu einem kulturellen Wandel hin zur gewerkeübergreifenden Zusammenarbeit, zur konstruktiven Kollaboration öffnet den Weg zu den dringenden Lösungen – auch für einen besseren Klimaschutz in einer liberalen Gesellschaft.“

Bei den BIM-TAGEN engagieren sich Unternehmen, Repräsentanten von Verbänden und Leiter von Instituten auf der symbolstarken Bühne im ALLIANZ FORUM am Brandenburger Tor. „Erfolgreiche Unternehmer und Persönlichkeiten berichten wettbewerbsübergreifend zu ihren Erfahrungen und geben Rat. Sie zählen zu den Pionieren und Opinionleadern in der digitalen Transformation und dem Einsatz von BIM“, so Ralf Golinski. „Dass sich auch Repräsentanten der Bundesregierung und der Landesregierung NRW sowie Abgeordnete des Deutschen Bundestags einbringen und mit dem Publikum diskutieren, zeigt: Um BIM kommt niemand herum. Auch das relevante Projekt der Bundesregierung „BIM Deutschland“ präsentiert sich bei den #BTD.“

„Seit den ersten #BTD in 2020 war uns bedeutend: Wir wollen den Wissenstransfer in der digitalen Transformation und für einen besseren Klimaschutz gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen in der digitalen und nachhaltigen Bauwirtschaft fördern“, so Dr. Josef Kauer, Präsident der BIM-TAGE Deutschland. „Deswegen haben wir einen technisch einfachen und interaktiven Zugang zu allen Beiträgen der Sprecher und den Diskussionen geschaffen, hybrid und aufgezeichnet. Ob mit dem Kennenlernen der Start-Ups auf der Fährte der BIM-Löwen und den Nominierten der Green-BIM-Awards beim Online-Voting am ersten Tag, dem Networking mit den Ausstellern online und in der Business-Area am Brandenburger Balkon am ersten und zweiten Tag oder den Vorträgen zu Best-BIM-Practice 2022 dort und bei der Building-Life am dritten Tag online. Mit den hybriden BIM-TAGEN Deutschland erzeugen wir einen geringeren CO2-Footprint und schaffen gleichzeitig Raum für das Networking, gerade auch bei der BIM-GALA.“

Die Teilnahme und der interaktive Zugang zu allen Beiträgen erfolgt per Einladung mit Zoom-Link. Dazu ist nur ein Online-Ticket erforderlich.

bimtagdeutschland.de

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Ohne BIM (Building Information Modeling) geht bei Großbaustellen heute gar nichts mehr. In der aktuellen Ausbaustufe seiner BIM-Daten für die Flachdachentwässerung bietet Sita dem User neue individuelle Möglichkeiten zur Verbesserung seines Workflows.


BIM ermöglicht die Zusammenarbeit aller an einem Bauprojekt Beteiligten in Echtzeit. Bereits 2020 wurde die erste Sita BIM-Version zum Download bereitgestellt. Mittlerweile sind BIM-Daten für fast alle Produkte in allen gängigen Formaten verfügbar, programmiert mit CADENAS, einem der führenden BIM-Software-Hersteller. Zum Download bereit stehen über 2.500 digitalisierte Produkte für die Flachdachentwässerung – alle aufbereitet gemäß VDI 3805, dem BIM Regelwerk für die Technische Gebäudeausrüstung.

BIM für jeden

Das gesamte Produkt-Portfolio stellt Sita in allen gängigen Formaten zur Verfügung, so dass wirklich jeder User, quasi „custom-made“, seine individuelle Datenbasis finden kann. Abrufbar sind IFC-Daten, das Revit-Format und MultiCad-Daten in über 150 weiteren Versionen. CATIA, Autodesk, Inventor, SolidWorks, Creo Parametric, NX, AutoCAD oder SolidWorks- Sita kommuniziert mit allen, so auch Software unabhängig mit OpenBIM. Auch statische IFC-Daten, die wie ein PDF nicht veränderbar sind, können in Pläne eingelesen werden.

Datenvielfalt für die Praxis: Im Bereich der BIM- und Multi-CAD-Daten kann sich der User alle für seine Planung erforderlichen Elemente herunterladen.
Datenvielfalt für die Praxis: Im Bereich der BIM- und Multi-CAD-Daten kann sich der User alle für seine Planung erforderlichen Elemente herunterladen.

BIM arbeitet mit

Der neue, userfreundliche Produkt-Konfigurator ist ein wertvoller „Mitarbeiter“. Er hält nicht nur alle Informationen und Daten bereit, sondern zeigt auch die Zubehörmöglichkeiten und verfügbaren Formate. Vor allen Dingen erleichtert er das virtuelle Zusammenstellen von 3 D-Produkt-Kombinationen auf der Sita Website. Beispielsweise lässt sich dort ein Gully plus Aufstock- und/ oder Anstauelement konfigurieren − gleich downloaden, in Planungen einbauen, als PDF speichern und versenden. Auch virtuelle Produktmodifizierungen sind in Sekundenschnelle darstellbar. Erfordern die baulichen Gegebenheiten z. B. ein höhenreduziertes Aufstockelement für eine individuelle Wärmedämmung, so kann es virtuell gekürzt und dreidimensional in die Produkt-Kombination eingebaut werden. Auf diese Weise entstehen 100 % praxiskompatible 3 D-Datenblätter. Alles in allem ist das System komplexer geworden und mit dem PIM-System (Produkt-Informations-Managementsystem) der Sita verknüpft. Der User kann einfach sicher sein, mit aktuellen Daten zu arbeiten.

BIM einfach gemacht

Mit praxisorientierten Strukturen und einer bedienfreundlichen Oberfläche unterstützt Sita den einfachen Umgang mit dem großen Thema BIM. BIM bildet den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes von der Planung, Erstellung, Instandhaltung bis zum Rückbau ab. Alle Planungs- und Konstruktionsprozesse, alle Projektdaten für sämtliche am Bauprojekt beteiligten Teams sind zentral abrufbar. Jedes Team kann sich jederzeit über den aktuellen Stand des Projektes informieren. Die Koordination erfolgt über einen BIM-Manager, der eventuellen Missverständnissen und Fehlern effektiv vorbeugen kann. Sollten trotzdem noch Fragen auftauchen, helfen die Experten der Sita weiter. Schnellen Rat gibt es im Profi Chat auf der Sita Website. Übrigens: Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge ist BIM bereits seit Januar 2021 Pflicht.

Weitere Infos erhalten Sie im Downloadportal unter www.sita-bauelemente.de oder direkt bei Sita unter Tel. +49 2522 8340-0.

Der Beitrag Gesamt-Programm konvertiert: Sita mit „custom-made“ BIM erschien zuerst auf DACH Fachzeitung.



Ohne BIM (Building Information Modeling) geht bei Großbaustellen heute gar nichts mehr. In der aktuellen Ausbaustufe seiner BIM-Daten für die Flachdachentwässerung bietet Sita dem User neue individuelle Möglichkeiten zur Verbesserung seines Workflows.

BIM ermöglicht die Zusammenarbeit aller an einem Bauprojekt Beteiligten in Echtzeit. Bereits 2020 wurde die erste Sita BIM-Version zum Download bereitgestellt. Mittlerweile sind BIM-Daten für fast alle Produkte in allen gängigen Formaten verfügbar, programmiert mit CADENAS, einem der führenden BIM-Software-Hersteller. Zum Download bereit stehen über 2.500 digitalisierte Produkte für die Flachdachentwässerung – alle aufbereitet gemäß VDI 3805, dem BIM Regelwerk für die Technische Gebäudeausrüstung.

BIM für jeden

Das gesamte Produkt-Portfolio stellt Sita in allen gängigen Formaten zur Verfügung, so dass wirklich jeder User, quasi „custom-made“, seine individuelle Datenbasis finden kann. Abrufbar sind IFC-Daten, das Revit-Format und MultiCad-Daten in über 150 weiteren Versionen. CATIA, Autodesk, Inventor, SolidWorks, Creo Parametric, NXTM, AutoCAD oder SolidWorks- Sita kommuniziert mit allen, so auch Software unabhängig mit OpenBIM. Auch statische IFC-Daten, die wie ein PDF nicht veränderbar sind, können in Pläne eingelesen werden.

Datenvielfalt für die Praxis: Im Bereich der BIM- und Multi-CAD-Daten kann sich der User alle für seine Planung erforderlichen Elemente herunterladen.
Datenvielfalt für die Praxis: Im Bereich der BIM- und Multi-CAD-Daten kann sich der User alle für seine Planung erforderlichen Elemente herunterladen.

BIM arbeitet mit

Der neue, userfreundliche Produkt-Konfigurator ist ein wertvoller „Mitarbeiter“. Er hält nicht nur alle Informationen und Daten bereit, sondern zeigt auch die Zubehörmöglichkeiten und verfügbaren Formate. Vor allen Dingen erleichtert er das virtuelle Zusammenstellen von 3 D-Produkt-Kombinationen auf der Sita Website. Beispielsweise lässt sich dort ein Gully plus Aufstock- und/ oder Anstauelement konfigurieren − gleich downloaden, in Planungen einbauen, als PDF speichern und versenden. Auch virtuelle Produktmodifizierungen sind in Sekundenschnelle darstellbar. Erfordern die baulichen Gegebenheiten z. B. ein höhenreduziertes Aufstockelement für eine individuelle Wärmedämmung, so kann es virtuell gekürzt und dreidimensional in die Produkt-Kombination eingebaut werden. Auf diese Weise entstehen 100 % praxiskompatible 3 D-Datenblätter. Alles in allem ist das System komplexer geworden und mit dem PIM-System (Produkt-Informations-Managementsystem) der Sita verknüpft. Der User kann einfach sicher sein, mit aktuellen Daten zu arbeiten.

BIM einfach gemacht

Mit praxisorientierten Strukturen und einer bedienfreundlichen Oberfläche unterstützt Sita den einfachen Umgang mit dem großen Thema BIM. Sollten trotzdem noch Fragen auftauchen, helfen die Experten der Sita weiter. Schnellen Rat gibt es im Profi Chat auf der Sita Website. Übrigens: Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge ist BIM bereits seit Januar 2021 Pflicht.

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Die Unterdeckbahn spielt im Dachaufbau eine enorm wichtige Rolle. Nur wenn sie dauerhaft funktionstüchtig ist, kann sie das Dach optimal vor Umwelteinflüssen schützen. Idealerweise sollte die Bahn, wie auch Ziegel, Dachsteine und Dachsparren, ein Dachleben lang halten. Seit einiger Zeit melden Dachdecker jedoch vermehrt Dachaufbauten, bei denen Unterdeckbahnen nach nur wenigen Jahren im Einsatz versagen, obwohl sie das normative Alterungsverfahren bestanden haben. Doch wie ist das möglich?

Die Delta Innovation für die Dächer von morgen

Den Entwicklern der Firma Dörken ist jetzt der Durchbruch gelungen. Sie fanden heraus, dass der größte und bis dahin völlig unterschätzte Einflussfaktor buchstäblich unter der Eindeckung liegt: die Luftbewegung in der Konterlattenebene. Dieser auf den ersten Blick kleine, aber erhebliche Stressfaktor zermürbt die Bahn über Jahre hinweg. Letztendlich führt dies zur vorschnellen Alterung und beeinträchtigt die Funktionsfähigkeit des Produkts. Durch die Kombination speziell aufeinander abgestimmter Materialien und dem Einsatz innovativer Technologien war es dem Entwicklerteam möglich, den Alterungsprozess von Unterdeckbahnen erheblich zu verlangsamen. Das war für Dörken der Beginn von Mission XX – Die Entdeckung der Langlebigkeit.

Tauchen Sie hier ein in die gesamte Mission XX.

Ingenieurskunst und Expertise von Delta

Dörken Unterdeckbahn

Um diese Innovation unter Beweis zu stellen, kommt einem geeigneten Prüfverfahren eine besondere Bedeutung zu. Da es bislang kein Verfahren gab, das den Faktor der Luftbewegung in einem erforderlichen Maß berücksichtigt, hat Dörken den so genannten „Orkanofen-Test“ entwickelt. Dieser wird inzwischen auch von einem unabhängigen Prüfinstitut angeboten und ist fester Bestandteil der EAD für Unterdeckbahnen. Dabei handelt es sich um ein einzigartiges Thermo-Oxidations-Verfahren, bei dem die Bahnen nicht nur hohen Temperaturen, sondern gleichzeitig auch permanent starker Luftbewegung ausgesetzt sind – und das über 64 Wochen am Stück. Diese Prüfung simuliert den Einsatz von mehreren Jahrzehnten im Dach, während das aktuelle normative Alterungsverfahren nur Sicherheit für einen Zeitraum von gerade einmal drei Jahren bietet. Mit dem „Orkanofen-Test“ war es erstmalig möglich, den Alterungsverlauf von Unterdeckbahnen mit unzureichender Alterungsbeständigkeit in einem künstlichen Alterungsprozess nachzustellen. Das Verfahren wird zukünftig allen Herstellern und Verarbeitern eine höhere Sicherheit geben. Diese bahnbrechende Entwicklung wird einen neuen Standard für Unterdeckbahnen setzen – gemacht für Dächer, die bleiben.

Der Beitrag Vorzeitige Alterung – eine Herausforderung für Unterdeckbahnen erschien zuerst auf DACH Fachzeitung.



Unter dem Motto „The Dynamics of Liquid Crystal Glazing” steht der Auftritt von eyrise B. V. auf der diesjährigen glass technology live vom 22. bis 23. September 2022 in Düsseldorf. Auf seinem Stand C42 in Halle 11 präsentiert das Unternehmen eine interaktive Umgebung, bestehend aus zwei überdimensionalen Glasmodulen, in der Besucher live die abschattende beziehungsweise privatisierende Funktion der dynamischen eyrise Flüssigkristallgläser erleben können.

Das erste Glasmodul besteht aus eyrise s350 Sonnenschutzglas und ist mit 3,5 m mal 1,6 m das bisher größte seiner Art. Für die glasstec technology live hat eyrise in Kooperation mit der Delft University of Technology (Niederlande) und der University of Cambridge (Großbritannien) eine neuartige Mimik-Steuerung entwickelt, über die die Besucher mit den Gläsern interagieren und die Lichtdurchlässigkeit selbst regulieren können. Dazu erfasst eine über dem Modul angebrachte Kamera den Gesichtsausdruck, wertet ihn aus, und die intelligente Software gibt den entsprechenden Befehl an die Steuerungselektronik des Glasmoduls weiter.

Besonderes Merkmal der eyrise s350 Sonnenschutzgläser sind ihre sehr kurzen Schaltzeiten im Vergleich zu anderen Technologien. Als dynamische Beschattungslösung für Fassaden lässt sich die Lichtdurchlässigkeit der Gläser innerhalb einer Sekunde regulieren. Dabei lassen sie auch im abgedunkelten Zustand Licht in seiner natürlichen Farbe nahezu ungehindert passieren, verhindern ein Aufheizen des Innenraums durch Sonneneinstrahlung und fördern so das Wohlbefinden der Menschen.

Das zweite, auf dem Messestand von eyrise präsentierte Glasmodul besteht aus der Sichtschutzvariante eyrise i350. Diese ermöglicht flexible Konzepte für die Gestaltung von Innenräumen, indem sie auf Knopfdruck Privatsphäre schafft, im privaten ebenso wie im öffentlichen Umfeld sowie am Arbeitsplatz. Auf der glasstec technology live zeigt das Unternehmen, wie sich so geschaffene Trennwände auch als Flächen zur Projektion von Videos, Präsentationen und Werbung nutzen lassen.

Dazu Céline Glipa, CEO von eyrise: „Die Sonderschau glass technology live ist ein Forum für zukunftsweisende Technologien in der Glasindustrie. Die interaktive Erlebniswelt auf unserem Messestand illustriert unsere Vision, wie sich intelligente Gebäude der Zukunft mit Hilfe von Flüssigkristallgläsern und innovativer Steuerungstechnik dynamisch den jeweiligen Bedürfnissen der Menschen anpassen lassen.“

Der Beitrag Dynamisches Flüssigkristallglas für Fassaden erschien zuerst auf FASSADEN Fachzeitung - Fassadentechnik Gebäudehülle.



Viele Hausbesitzer träumen von lichtdurchfluteten Räumen – das macht auch vor einer Gartensauna nicht Halt. Im Gegenteil: Während des Saunabadens und auch in den Ruhephasen möchte man den weiten Blick in vollen Zügen genießen. Doch gerade im Sommer, wenn die Temperaturen jenseits der 30 Grad steigen, kann der ungefilterte Sonneneinfall schnell zum Fluch werden und den Saunavorraum zu stark aufheizen.

Die zunehmenden Hitzeperioden erfordern einen praktischen Sonnenschutz, der die Optik des Gebäudes aufwertet und trotzdem den Blick in die Natur nicht beeinträchtigt. Um ganzjährig ein wohltuendes Raumklima zu gewährleisten, hat Westerhoff ein kubisches Saunahaus-Modell entwickelt, dass bei einer maximalen Grundfläche von 6 x 3 m einen sonnenschützenden Dachüberstand hat.

Die großen Glasfronten vor der Saunakabine und dem Umkleide- bzw. Ruheraum wurden dafür etwas nach innen verlegt, sodass ein großzügiger Eingangsbereich entstand, der den minimalistischen Stil perfekt unterstreicht. Für eine ausreichende Beleuchtung wurden im Dachüberstand LED-Spots integriert. Der gesamte Eingangsbereich ist mit hochwertigen Hartholz-Bohlen verlegt, die durch ihre Oberflächenstruktur dem Saunahaus einen warmen und zugleich eleganten Charakter verleihen.

Die individuell geplanten Saunahäuser von Westerhoff symbolisieren nachhaltige Lebensweise. Sie werden genau nach den Vorstellungen ihrer Bauherren geplant und im niedersächsischen Damme produziert, sodass sie per Autokran schlüsselfertig an jedem gewünschten Ort ausgeliefert werden können.

www.blockhaus-westerhoff.de

Der Beitrag Schöner saunieren mit der Gartensauna erschien zuerst auf casamii.com.



Herausragende Architektur zeichnet sich meist dadurch aus, dass das Gebäude ein absolutes Unikat ist. Der Architekt hat es individuell auf den Ort, die Nutzung und einen gewissen Gestaltungswillen abgestimmt. Einige Planer möchten, dass sich diese Einzigartigkeit bereits in der Fassade widerspiegelt. Sichtbeton bietet hierfür viele verschiedene Möglichkeiten. Eine davon, die sich bereits seit vielen Jahren bewährt hat, ist die Strukturierung der Oberfläche. Dabei ist am naheliegendsten, Dinge wie Blätter, Schrauben oder Ähnliches in die Schalung zu legen und anschließend den Beton darüberzugießen. Dies birgt jedoch mehrere Gefahren. Beispielsweise kann es sein, dass die Materialien mit dem alkalischen Beton reagieren, dass sie aufschwimmen oder die Gegenstände einfach nicht die gewünschte Form bzw. Größe haben.

Strukturmatrizen allgemein

Eine viel sicherere Alternative sind Schalungsmatrizen, die in der Regel aus Polyurethan bestehen und in der Schalung fixiert werden. Das Ganze erinnert ein bisschen an das Backen eines Kuchens mit einer Silikonform – hat aber den Unterschied, dass der Beton nicht in den Ofen muss, um auszuhärten. Sobald er hinreichend fest ist, kann er aus der Form gelöst werden, wodurch der Abdruck der Schalungsmatrize auf der Betonoberfläche sichtbar wird. Alle Anbieter solcher Matrizen verfügen über ein gewisses Sortiment an Standardreliefs, mit deren Hilfe der Beton strukturiert werden kann. Einige Hersteller – zum Beispiel NOE-Schaltechnik – gehen aber noch einen Schritt weiter. Sie geben dem Kunden die Möglichkeit, sein ganz eigenes Design zu realisieren. Damit wird nicht nur das Gebäude, sondern schon die Fassade selbst zum Unikat!

Mit CAD-Daten

NOE-Schaltechnik hat speziell für die Fertigung von Schalungsmatrizen eine Polyurethan-Rezeptur entwickelt, die der Hersteller unter dem Namen NOEplast anbietet. Die daraus geschaffenen Matrizen haben denselben Namen. Heute werden viele Strukturmatrizen mithilfe von 3-D-Daten erstellt – es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, auf die wir später eingehen. Solche Daten beantworten unter anderem folgende Fragen: Auf welchen Teilen des Gebäudes wird der strukturierte Sichtbeton zu sehen sein? Welche Größe haben die Betonelemente? Welches Motiv ist gewünscht? Soll es erhaben oder vertieft sein? Und vieles mehr. Anhand dieser Informationen fertigen die Mitarbeiter der Firma NOE eine Grundgussform, in die anschließend das spezielle Polyurethan gegossen wird. Hierzu fräst eine hochmoderne CNC-Maschine das gewünschte Design in Holz, Ureol oder PU. Welches Material tatsächlich zum Einsatz kommt, hängt vom jeweiligen Motiv ab. Gegebenenfalls lackieren NOE-Mitarbeiter die so entstandene Gießform noch in einer Kabine, wodurch ihre Oberfläche glatt und nicht saugend wird.

Ohne CAD-Daten

Doch es gab schon Schalungsmatrizen, bevor CAD-Softwares den Arbeitsalltag von Architekten und Planern dominierten. Da erstellte man die Strukturmatrizen anhand realer Materialien. Das bedeutet, es wurden Gegenstände wie zum Beispiel echter Naturstein, Schilfmatten oder Gipsplatten in eine Schalung gelegt und dann mit flüssigem NOEplast übergossen. Oder die Planer brachten eigene Modelle aus Holz bzw. Ton ins Werk, mit deren Hilfe die Matrizen hergestellt wurden. Im Gegensatz zur eingangs beschriebenen Methode, die Materialien direkt in die Schalung zu legen und dann mit Beton zu übergießen, haben Schalungsmatrizen den großen Vorteil, dass sie bis zu 100-mal wiederverwendet werden können. Dies ist bei einem Naturmaterial wie zum Beispiel Schilf absolut unmöglich. Selbstverständlich bietet NOE diesen Weg zur Herstellung der Matrizen noch heute an und er wird aus vielerlei Gründen auch häufig gegangen. So haben die Planer eine Vielzahl an Möglichkeiten, um ihre individuellen Ideen zu verwirklichen. Beispielsweise können Ornamente, Schriftzüge, Jahreszahlen und vieles mehr realisiert werden. Es gibt nur eine einzige Einschränkung: Hinterschnitte im Relief müssen vermieden werden, da der Beton sich aus solchen Formen nur sehr schwer bis gar nicht lösen lässt.

Mit NOE einen zuverlässigen Partner an der Seite

Dank individueller Schalungsmatrizen spiegelt ein Gebäude schon mit der Fassade oder besonders gestalteten Sichtbetonwänden seine Besonderheit wider. Und auch die Firma NOE betrachtet jedes Bauvorhaben als einzigartig. Sie unterstützt seine Auftraggeber von der Planung bis zur Vollendung. Dementsprechend stehen die Mitarbeiter des Unternehmens den Architekten, Ingenieuren und Bauunternehmen nicht nur bei der Entwurfsplanung zur Seite. Sie unterstützen auch bei der Ausschreibung, helfen bei kniffligen Details, wie Eckausbildungen und fertigen Taktplänen, die angeben, welche Matrize wann und in welcher Reihenfolge verwendet werden soll. So lässt sich absolut individuelle Architektur zeit-, kosten- und nervenschonend realisieren.

Eine der größten Herausforderungen der Swiss Life Arena: Die gesamte Fassade wurde aus Ortbeton gefertigt. Es gab also – anders als dies im Fertigteilwerk der Fall gewesen wäre – keine zweite Chance.
Eine der größten Herausforderungen der Swiss Life Arena: Die gesamte Fassade wurde aus Ortbeton gefertigt. Es gab also – anders als dies im Fertigteilwerk der Fall gewesen wäre – keine zweite Chance.

Swiss Life Arena

Derzeit entsteht in Zürich eine Eissporthalle, deren Nord- und Südfassade ein besonderes Highlight darstellen. Sie bestehen aus Sichtbeton, der optisch an einen Vorhang erinnert, welcher gläserne Bullaugen umschließt und dem Objekt ein festliches Erscheinungsbild verleiht. Der Sichtbeton wird vor Ort hergestellt und setzt sich nicht – wie sonst üblich – aus einer tragenden Struktur mit vorgehängten Fertigteilelementen zusammen. Das hat zwar den Vorteil, dass bei perfekter Ausführung keinerlei Fugen sichtbar sind, fordert aber den Baustellenmitarbeitern größte Sorgfalt und viel Können ab – denn es gibt keine Chance für einen zweiten Versuch.

Ihre Oberflächenstruktur erhalten die Betonfassaden durch die Schalungsmatrizen der Firma NOE-Schaltechnik. Diese wurden individuell auf der Grundlage von 3-D-Vektordaten hergestellt. Die Anforderungen an die Sichtbetonfassaden der Eissportarena sind sehr hoch. Die Baustellenverantwortlichen strebten an, möglichst große zusammenhängende Flächen auf einmal zu erstellen. Die größten Betonierabschnitte sind 21,70 m lang und 11,59 m hoch. Bei dem Objekt kommen mehr als 50 Matrizen in unterschiedlichen Formen und Abmessungen zum Einsatz. Aufgrund der spezifischen Fassadengeometrie können einige voraussichtlich bis zu 30-mal verwendet werden.

Dank der Oberflächenstruktur erinnert der Beton an geknitterten Stoff.
Dank der Oberflächenstruktur erinnert der Beton an geknitterten Stoff.

Aula Neuenhof

Die Schweizer Gemeinde Neuenhof sanierte ihre Schulanlage und errichtete in diesem Zusammenhang eine Aula. Diese ist von der Kubatur her betrachtet eher schnörkellos rechteckig – doch dank ihrer Sichtbetonfassade ein echter Blickfang. Denn diese gibt auf geschickte Art und Weise die Faltenbildung eines Stoffes wieder, der je nach Sonnenstand immer etwas anders erscheint. Möglich war das durch die sogenannte Fotogravurtechnik und die Strukturmatrizen der Firma NOE-Schaltechnik.

Die Fassade der Schule besticht durch die wundervolle Sichtbetongestaltung.
Die Fassade der Schule besticht durch die wundervolle Sichtbetongestaltung.

Bei der Fotogravurtechnik werden die Informationen eines Bildes digital in Linien unterschiedlicher Breite und Tiefe umgewandelt. So erzeugt der reflektierende Lichteinfall den Eindruck eines Bildes. Damit das Ergebnis vollständig den Wünschen der Architekten entsprach, berechneten diese die möglichen Lichteinfallswinkel und lieferten der NOE-Schaltechnik detaillierte 3-D-Pläne. Die damit angefertigten Matrizen haben eine Höhe von 6,76 m. Die Breite variierte zwischen 0,65 und 1,0 Meter. Insgesamt fertigte NOE rund 30 unterschiedliche Matrizen an. Mit ihnen wurden ungefähr 700 m² strukturierte Fläche erstellt.


Autorin: Claudia El Ahwany

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Normales Isolierglas weist eine verhältnismäßig geringe Temperaturwechselbeständigkeit auf. Im Falle eines Brandes bricht es und es droht das Überschlagen der Flammen auf angrenzende Gebäudeteile und von Geschoss zu Geschoss. Das Brandschutz-Isolierglas „Pyrobel 16 IGU“ von AGC Glass Europe verhindert dieses über einen Zeitraum von 60 Minuten. Im täglichen Betrieb bietet es alle Annehmlichkeiten normaler Isoliergläser – viel Tageslicht dank hoher Transparenz und Farbneutralität, eine zeitgemäße Wärmedämmung und bei Bedarf auch effektiven Sonnenschutz, Schallschutz und hohe Sicherheit. Zudem verfügt es über die Umweltzertifizierung „Cradle to Cradle Silber“ – wichtig für das nachhaltige Bauen im Sinne des Klimaschutzes.

AGC Glass Europe bietet mit Pyrobel eine große Auswahl feuerfester Verglasungen, die als zuschneidbare Verbundgläser und als maßgeschneiderte, vorgespannte Brandschutz-Isolierverglasungen mit Wärmedämmung, Sonnen- und Schallschutz und mit Sicherheitseigenschaften kombiniert werden können. Im Brandfall begrenzt Pyrobel die Schäden am Gebäude, schützt Fluchtwege, erleichtert Rettungsdiensten der Zugang und erhält die Stabilität wichtiger Strukturelemente – die Interventionszeit wird erheblich verlängert. Im technischen Aufbau ist Pyrobel eine Verbundverglasung, die im Scheibenzwischenraum über schaumbildende, im Normalbetrieb jedoch unsichtbare Interlayer verfügt. Im Brandfall reagieren die Zwischenschichten und bilden eine stabile, opake Barriere, die die Ausbreitung des Feuers verhindert und gleichzeitig den Wärmedurchgang erheblich mindert – die Temperatur auf der den Flammen abgewandten Scheibenoberfläche bleibt niedrig.

Die Produktvariante Pyrobel 16 IGU kommt weltweit besonders häufig in der Fassade zum Einsatz, denn sie bietet zuverlässigen Schutz auf beiden Seiten der Verglasung, ist relativ schlank und verfügt mit einem Ug-Wert von 1,1 W/(m2K) über eine zeitgemäße Isolation gegen den Verlust von Heizwärme. Im Isolierglasaufbau befindet sich auf der Raumseite eine 6 mm dicke Scheibe, 15 mm Scheibenzwischenraum mit Argon-Füllung und eine iplus 1.1 Wärmedämmbeschichtung, auf der Fassadenaußenseite das „Brandschutzpaket“: 3 mm Glas, 0,76 mm PVB-Folie, 3 mm Glas, 1,5 mm Interlayer, 8 mm Glas, 1,5 mm Interlayer, 3 mm Glas. So erzielt das Produkt einen zuverlässigen Raumabschluss vor Feuer und Rauch und Wärmedämmung bis zur Klasse EI30, den Schutz vor Strahlung bis zur Klasse EW60 und hohe Aufprallsicherheit gemäß EN 12600. Die besonders farbneutrale Verglasung ist gemäß EN 13501-2 beidseitig feuerbeständig und in vielen üblichen Fassadensystemen erfolgreich getestet. Trotz des Brandschutzaufbaus gelangen beachtliche 73 Prozent des Tageslichts in den Raum. Das hohe Schalldämmmaß von Rw = 42 dB schützt vor Verkehrslärm und sorgt so für ruhige Räume. Durch eine zusätzliche Stopray-Sonnenschutzbeschichtung lässt sich der g-Wert optional von 58 Prozent auf 28 Prozent reduzieren. Das Produkt bietet eine hohe Durchbruchhemmung (bis Klasse P8B) und Durchschusshemmung (bis Klasse BR5-NS). Das Maximalmaß von Pyrobel 16 EG beträgt 1.400 x 2.800 Millimeter, die vorgespannte Variante Pyrobel T ist sogar bis 2.000 x 4.500 Millimeter erhältlich.

Alle Brandschutz-Verglasungen von AGC sind mit dem Cradle to Cradle Zertifikat in Silber ausgezeichnet, das Architekten und Planern die ökologische Zertifizierung von Gebäuden nach Umweltstandards wie Leed und Breeam erleichtert.

www.agc-pyrobel.com

Der Beitrag Multifunktionales Brandschutz-Isolierglas erschien zuerst auf FASSADEN Fachzeitung - Fassadentechnik Gebäudehülle.