Allgemein


Ein Einfamilienhaus an der rauen Küste der kanadischen Insel Fogo Island: Entstanden ist ein Gebäude, das sich in seine Umgebung einfügt und dabei hohen Wohnkomfort, eine sehr gute Wärmedämmung und Naturnähe vereint.

Optisch wie aus einem Guss: Je nach statischen und wärmedämmtechnischen Anforderungen ergänzen sich die Kunststofffenster der Schüco LivIng Serie (links) mit den Schüco Aluminiumfenstern AWS 75.SI+ (rechts) perfekt. Fotograf: Alex Fradkin
Optisch wie aus einem Guss: Je nach statischen und wärmedämmtechnischen Anforderungen ergänzen sich die Kunststofffenster der Schüco LivIng Serie (links) mit den Schüco Aluminiumfenstern AWS 75.SI+ (rechts) perfekt. Fotograf: Alex Fradkin

Fogo Island (Feuerinsel) liegt im eiskalten und rauen Nordatlantik in der Provinz Neufundland und damit selbst für kanadische Verhältnisse buchstäblich am „Ende der Welt“. Besiedelt ist die Insel mit einer Fläche von 254 km² nur spärlich. Rund 2.700 Einwohner leben dort inmitten der kargen Natur, vorwiegend in kleinen, farbenfroh angestrichenen Holzhäusern.

Ins Auge fallen besonders die Stelzenhäuser mit umlaufenden Decks an der Küste. Ihre Bauweise stammt aus der Zeit, in denen die Kabeljau-Fischerei die Haupteinnahmequelle der Insulaner war. Holzkonstruktionen, die so genannten Rooms, standen auf Stelen über dem Meer, waren mit den jeweiligen Haupthaus verbunden und dienten als Plattform zum Verarbeiten und Trocknen der Fischerträge.

Verschiedene Fenstergrößen ermöglichen unterschiedliche Blickwinkel auf Land, Meer und Himmel: Während die kleinen Fenster Details der Landschaft punktuell in Szene setzen und die Bewohner zu Betrachtern machen, laden großflächige Festfelder dazu ein, sich als Teil der umliegenden Natur zu fühlen. Fotograf: Alex Fradkin
Verschiedene Fenstergrößen ermöglichen unterschiedliche Blickwinkel auf Land, Meer und Himmel: Während die kleinen Fenster Details der Landschaft punktuell in Szene setzen und die Bewohner zu Betrachtern machen, laden großflächige Festfelder dazu ein, sich als Teil der umliegenden Natur zu fühlen. Fotograf: Alex Fradkin

Auffallend modern gibt sich ein Neubau in dem kleinen Dorf Joe Batt’s Arm, geplant und realisiert von Architekt Kingman Brewster. Brewster stammt aus New York und zog vor über zehn Jahren mit seiner Familie von Brooklyn (NY) nach Fogo Island. Beabsichtigt war ein Aufenthalt von ein paar Monaten, doch die Familie blieb. Seitdem verbindet Kingman Brewster sein zeitgenössisches Gespür für Design und Komfort respektvoll mit seiner Wertschätzung für die lokale Architektur. Dies ist auch ganz offensichtlich bei diesem Einfamilienhaus zu erkennen: Teilweise auf Pfähle gesetzt scheint das Gebäude über der felsigen Landschaft zu schweben. Es wirkt dadurch leicht, wie ein sanfter Fußabdruck auf flechtenüberzogenem Gestein. Die Stelen sind einerseits praktisch, um in dem unebenen Gelände zu bauen, gleichzeitig sind sie eine Hommage an die typischen Holzhäuschen, in denen heimische Fischer ihren Fang verarbeiten.

Auch wenn die Eisschollen zum Greifen nahe scheinen, spürt man im Wohnraum nichts von den frostigen Außentemperaturen. Sieben Kammern innerhalb des Rahmenprofils der Kunststofffenster Schüco LivIng 82 AS Classic erzielen eine hervorragende Wärmedämmung – ideal für diese klimatischen Bedingungen. Fotograf: Alex Fradkin
Auch wenn die Eisschollen zum Greifen nahe scheinen, spürt man im Wohnraum nichts von den frostigen Außentemperaturen. Sieben Kammern innerhalb des Rahmenprofils der Kunststofffenster Schüco LivIng 82 AS Classic erzielen eine hervorragende Wärmedämmung – ideal für diese klimatischen Bedingungen. Fotograf: Alex Fradkin

Neben der Stelzenbauweise erinnern auch die kleinen quadratischen Fenster an die regionale Architektur. Von Innen erlauben sie gerahmte Ausblicke, gleich einem Passepartout, das spannende Details aus der weitläufigen Landschaft punktuell in Szene setzt. Im Gegenzug geben großflächige Fenster- und Schiebeelemente den Blick in die atemberaubende Umgebung frei und lassen ein Maximum an Tageslicht in die Räume fallen. Verwendet wurden Schüco Systeme teils aus Kunststoff, teils aus Aluminium – je nach Anforderung der perfekte Werkstoff.

Neufundland ist mit einer durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur von nur acht Grad eine der kältesten Gegenden in Kanada. Soll hier aus einem Haus ein gemütliches Zuhause werden, ist eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle entscheidend. Besonders, wenn eine offene Gestaltung mit möglichst viel Transparenz gewünscht ist. So entschied man sich für das Kunststoff-Fenstersystem Schüco LivIng 82 AS. Die hervorragenden Rahmen- und Wärmedämmwerte von Uf = 1,0 W/(m²K) und Uw = 0,90 W/(m²K) machen Schüco LivIng zu echten Wohlfühlfenstern – denn die innenseitige Rahmentemperatur sinkt selbst im strengsten Winter nicht fühlbar unter die Innenraum-Temperatur. Zug- und Kondensaterscheinungen werden durch die einzigartige Dichtungstechnologie dauerhaft wirksam vermieden.

Dank eines elektrischen Antriebs lässt sich die großdimensionierte Kunststoff-Hebeschiebetür Schüco LivIngSlide bequem per Schalter oder über eine Smart-Home-Lösung öffnen und schließen. Eine bodengleiche Schwelle sorgt für absolute Barrierefreiheit. Fotograf: Alex Fradkin
Dank eines elektrischen Antriebs lässt sich die großdimensionierte Kunststoff-Hebeschiebetür Schüco LivIngSlide bequem per Schalter oder über eine Smart-Home-Lösung öffnen und schließen. Eine bodengleiche Schwelle sorgt für absolute Barrierefreiheit. Fotograf: Alex Fradkin

Gleiches gilt für die verbauten Kunststoff-Hebeschiebetüren der Schüco LivIng Serie. Sie besitzen eine Wärmedämmung auf Niedrigenergiehausniveau und schaffen so jederzeit ein angenehmes Raumklima. Mit einer Bautiefe von 82 mm, einem Rahmenwert von Uf = 1,3 W/(m²K) und hochwertigen Isoliergläsern, erreicht Schüco LivIngSlide exzellente Wärmedämmwerte bis Uw = 0,80 W/(m²K). Das Schiebesystem mit seiner guten Dichtigkeit bietet so besten Schutz vor jeglicher Witterung. Zudem überzeugen die Hebeschiebetüren mit einem Höchstmaß an Komfort: Sie können optional mit einem elektrischen Antrieb ausgerüstet werden, mit dem sich selbst großdimensionierte Schiebeelemente einfach und bequem per Schalter oder über eine Smart-Home-Lösung öffnen und schließen lassen. Die bodengleiche Schwelle sorgt für optimale Barrierefreiheit und stellt so keine Stolperkante dar. Außerdem verhindert die thermisch getrennte Schwelle durch ihre sehr guten Wärmedämmeigenschaften zuverlässig fußkalte Bereiche.

Wo endet das Haus? Eigentlich an den schmalen Profilen des Schüco Aluminiumfenstersystems AWS 75.SI+. Gefühlt reicht der Wohnraum jedoch bis zum Horizont. Fotograf: Alex Fradkin
Wo endet das Haus? Eigentlich an den schmalen Profilen des Schüco Aluminiumfenstersystems AWS 75.SI+. Gefühlt reicht der Wohnraum jedoch bis zum Horizont. Fotograf: Alex Fradkin

Große, bewegliche Fensterflügel sind bei dem oft starken und kalten Wind auf Fogo Island nicht funktional, so fiel die Wahl an zwei Stellen im Haus auf großformatige Festfelder. Dafür kam das Schüco Aluminium-Fenstersystem AWS 75.SI+ (Super Insulated) zum Einsatz. Dank besonders schmaler Profile verbindet es optische Leichtigkeit mit der hohen Stabilität von Aluminium. Da festverglaste Fenster nicht das Gewicht eines beweglichen Öffnungsflügels tragen müssen und auch keinen Öffnungsspielraum im Inneren benötigen, können sie groß ausfallen – wie hier u.a. in einer Dimension von 2,4 m x 2,8 m.
Trotz der verbauten Größe überzeugt Schüco AWS 75.SI+ mit exzellenter Wärmedämmung bis zu einem Uf -Wert von 0,92 W/(m²K) in der Bautiefe 75. So spürt man drinnen nichts von den frostigen Temperaturen, auch wenn der Schnee zum Greifen nahe scheint. Und auch hinsichtlich des angestrebten nachhaltigen Gebäudekonzepts leistet das Cradle-to-Cradle-zertifizierte System aus Aluminium einen entscheidenden Beitrag: Schüco AWS 75.SI+ besitzt eine 100 %ige Recyclingfähigkeit und kann bei einem Rückbau erneut zu hochwertigen Rohstoffen in Ausgangsqualität aufbereitet werden.

Auch wenn Fenster, Schiebetüren und Festfelder teils aus Aluminium und teils aus Kunststoff bestehen, um statischen, optischen und wärmedämmtechnischen Anforderungen zu entsprechen, nimmt dies keinen Einfluss auf das einheitliche Erscheinungsbild der Gebäudehülle. Aufgrund der identischen Profilfarben der verschiedenen Bauteile (innen Verkehrsweiß, außen Anthrazitgrau) wirken sie wie aus einem Guss. Das verleiht dem Äußeren des Gebäudes eine ruhige, reduzierte Optik – und macht es zu einem harmonischen Bestandteil seiner Umgebung.

Der Beitrag Einfamilienhaus auf der kanadischen Insel Fogo Island erschien zuerst auf FASSADEN Fachzeitung - Fassadentechnik Gebäudehülle.



Der Gebäudekomplex des Mozarteums gehört zum Welterbe der Salzburger Altstadt und steht unter Denkmalschutz. Bislang wurden die zwei Gebäude nur unzureichend miteinander verbunden. Dies änderten die Architekten Maria Flöckner und Hermann Schnöll mit einem Neubau aus Stahl und Glas. Für den Boden verwendeten sie Strukturglas von Glas Marte. Das Gebäude wurde 2023 mit dem Staatspreis Architektur ausgezeichnet.

Dies änderten die Architekten Maria Flöckner und Hermann Schnöll durch ihren Neubau. Foto: Andrew Phelp
Dies änderten die Architekten Maria Flöckner und Hermann Schnöll durch ihren Neubau. Foto: Andrew Phelp

Im Jahr 1907 erwarb in Salzburg ein Verein die Villa Lasser samt Grundstück, um hier ein Mozarthaus zu errichten. Auf dem Gelände sollten ein Konzertsaal, ein Konservatorium mit Verwaltung und eine Sammlung über den Komponisten untergebracht werden. Richard Berdl übernahm die architektonische Planung. Er errichtete neben dem vorhandenen Bauwerk ein zweites. Dazwischen entstand ein schmaler Hof, der durch einen Torbau an der Schwarzstraße und einen rückwärtigen Verbindungstrakt begrenzt war. Allerdings gelang es dem Planer nur unzureichend, beide Häuser sinnvoll miteinander zu verknüpfen.

Das komplette Foyer ist zwischen den Bestandsbauten eingehängt. Seine Lasten werden über diese in den Boden abgeleitet – eine Konstruktionsweise, die an Brücken mit zwei Widerlagern erinnert. Foto: Andrew Phelp
Das komplette Foyer ist zwischen den Bestandsbauten eingehängt. Seine Lasten werden über diese in den Boden abgeleitet – eine Konstruktionsweise, die an Brücken mit zwei Widerlagern erinnert. Foto: Andrew Phelp

Zum Problem gehörten unter anderem die unterschiedlichen Ebenen der Häuser. So bestand beispielsweise die einzige Verbindung in einer steilen Treppe, die sich im Bestandsobjekt befand. Zudem war ein Pausenraum ursprünglich nicht vorgesehen, musste jedoch noch während des Baus eingefügt werden. Dementsprechend gestaltete sich der Weg vom Konzertsaal dorthin. Ferner besaßen beide Häuser keinerlei barrierefreie Erschließung, was beim Konzerthaus 2002 durch einen Lifteinbau nur wenig zufriedenstellend behoben wurde. Kurzum: Es musste eine Lösung für diese bauliche Situation gefunden werden.

Ein Großteil des Bodens besteht aus ICE-H-Platten von Glas Marte. Die Architekten entschieden sich dafür, weil ihr Erscheinungsbild hervorragend zum Kontext des Gebäudes passt. Foto: Andrew Phelp
Ein Großteil des Bodens besteht aus ICE-H-Platten von Glas Marte. Die Architekten entschieden sich dafür, weil ihr Erscheinungsbild hervorragend zum Kontext des Gebäudes passt. Foto: Andrew Phelp

Gewinnender Neubeginn

Es wurde ein internationaler, dreistufiger Wettbewerb ausgerufen, den Maria Flöckner und Hermann Schnöll gewannen. Sie ersetzten den alten Verbindungstrakt durch einen zweigeschossigen Stahl-Glas-Bau. Dieser empfängt im Erdgeschoss den Besucher auf 200 m² mit einem Eingangsfoyer, angrenzend an den Garderobenbereich. Im Obergeschoss bietet er eine 170 m² große Fläche für angenehme Pausenaufenthalte. Hermann Schnöll sagt hierzu: „Uns war es wichtig, mit zeitgenössischer Architektur einen Kontrast zum Bestand zu bilden und dem Konzertbesucher in der Pause die Möglichkeit zum Durchatmen zu geben.“ Gelungen ist dies den Architekten mithilfe eines Neubaus, dessen tragendes Element eine über 100 Tonnen schwere ölbehandelte Schwarzstahlkonstruktion ist. Deren technische Planung, Fertigung und Montage übernahmen die Mitarbeiter der Pichler projects GmbH.

Anfangs befürchteten die Baubeteiligten, dass man bei einem Blick nach oben durch das Glas „zu viel sehen“ würde – zum Beispiel wenn eine Person in der Etage darüber einen Rock trägt. Doch diese Bedenken erwiesen sich schnell als unbegründet: Nur die Umrisse der Schuhsolen sind erkennbar, alles andere bleibt schemenhaft. Foto: Andrew Phelp
Anfangs befürchteten die Baubeteiligten, dass man bei einem Blick nach oben durch das Glas „zu viel sehen“ würde – zum Beispiel wenn eine Person in der Etage darüber einen Rock trägt. Doch diese Bedenken erwiesen sich schnell als unbegründet: Nur die Umrisse der Schuhsolen sind erkennbar, alles andere bleibt schemenhaft. Foto: Andrew Phelp

Das Bozener Unternehmen hat sich auf die Konzeption und Realisierung anspruchsvoller Projekte aus Stahl und Glas spezialisiert. Fürs Mozarteum übernahmen seine Mitarbeiter die komplette Werkplanung, die Fertigung und die Montage. Bei der Gebäudestatik orientierten sie sich unter anderem an der Konstruktionsweise von Brücken. Denn da das komplette Foyer zwischen den Bestandsbauten eingehängt ist, d. h. die Lasten über diese in den Boden abgeleitet werden, ähnelt die Statik der einer Brücke mit zwei Widerlagern. Und auch bei den Stahlböden von Erd- und Obergeschoss findet sich diese Konstruktionsweise wieder: Sie wurden in der Mitte leicht erhöht eingebaut, sodass sie sich unter den anschließend anfallenden Lasten senken und eine ebene Fläche bilden kann.

Gelungener Glaseinsatz

Neben dem Stahl spielt auch das Material Glas in dem Gebäude eine besondere Rolle. Denn nicht nur die rund 500 m² große Außenhaut besteht daraus, sondern auch ein Großteil des Bodenbelags. Hier setzten die Planer neben Terrazzo das Strukturglas ICE-H von Glas Marte ein. Es verfügt über eine einzigartig aufgebrochene Oberflächenbeschaffenheit, die an Eisblumen erinnert, und passt sich so der Architektursprache sehr gut an. Maria Flöckner sagt hierzu: „Weil sich das Gebäude in Nachbarschaft zum Mirabellengarten befindet, nahmen wir dieses botanische Thema mithilfe der floralen Strukturen des ICE-H-Glases gestalterisch auf.“ Eine schöne Verbindung zur Umgebung. Das Glas selbst ist in den Stärken 6, 8, 10 sowie 12 mm erhältlich. Es eignet sich für Fassaden, Trennwände, Isolierglas sowie Bodenbeläge gleichermaßen. Beim Mozarteum handelt es sich um einen öffentlich zugänglichen Raum. Infolgedessen ist vorgeschrieben, dass der Boden eine Rutschfestigkeit von mindestens R11 hat. Das ICE-H-Glas entspricht der Bewertungsgruppe A nach DIN 51097 und hat eine Rutschhemmung R11– erfüllt also diese Anforderung spielend.

Stahl, Glas und Terrazzo – das sind die drei wichtigsten Baustoffe des Foyers Der preisgekrönte Neubau verbindet die beiden Bestandsobjekte wesentlich besser, als sein Vorgänger es je vermochte. Foto: Andrew Phelp
Stahl, Glas und Terrazzo – das sind die drei wichtigsten Baustoffe des Foyers Der preisgekrönte Neubau verbindet die beiden Bestandsobjekte wesentlich besser, als sein Vorgänger es je vermochte. Foto: Andrew Phelp

Gekonnte Konstruktion

Anspruchsvoll war die Montage der Glaselemente im Stahlbau. Bei beiden Stockwerken wurden die 0,7×2,4 m großen und 150 Kilo schweren Glasplatten auf einen Stahlrahmen aufgelegt. Hierbei mussten die Mitarbeiter der Firma Pichler beachten, dass sich das Metall bei Wärme relativ stark ausdehnt und bei Kälte zusammenzieht. Die dabei anfallenden Längenänderungen nimmt Glas allerdings nur bedingt auf. Ist die Spannung zu hoch, reißt es. Um dies zu vermeiden, klebte das ausführende Unternehmen die ICE-H-Platten nicht direkt auf den Stahl. Stattdessen wurde ein Blockprofil auf Silikonbasis „zwischengeschaltet“, welches die Lasten übernimmt und Längenänderungen ausgleichen kann. Selbstverständlich ist auch der Raum zwischen den einzelnen Glasplatten mit einer Silikonfuge versehen. Die Anforderungen an den Brandschutz hingegen mussten über eine Sonderlösung erfüllt werden. Unter dem ICE-H befindet sich ein 23 mm dickes Brandschutzglas. Doch eine Frage beschäftigte die Baubeteiligten etwas intensiver: Wie durchsichtig ist das Glas tatsächlich? Da das Strukturglas in beiden Stockwerken den Geschossboden bildet, bestand die Befürchtung, dass man „zu viel“ sieht. Und auch hier konnte das ICE-H punkten: Steht eine Person im Obergeschoss auf der Glasfläche, sieht man in der darunterliegenden Etage lediglich die Fläche der Schuhsohlen. Alles, was sich darüber befindet, ist nur schemenhaft zu erkennen. So sorgt das Glas für eine ungewöhnliche, ansprechende Verbindung zwischen den beiden Ebenen.

Die Architektur bestickt durch ihre klare Linienführung. Foto: Andrew Phelp
Die Architektur bestickt durch ihre klare Linienführung. Foto: Andrew Phelp

Geehrte Architektur

Angesichts der schwierigen Ausgangssituation und dessen, was die beiden Architekten aus ihr machten, verwundert es nicht, dass das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft das neue Foyer mit dem Staatspreis Architektur 2023 ausgezeichnet hat. Ist es Maria Flöckner und Hermann Schnöll doch gelungen, eine Kulturinstitution so zu revitalisieren und modernisieren, dass sich das Foyer in den Bestand einfügt und eine moderne Leichtigkeit ausstrahlt. Dabei stellt die räumliche Ergänzung die Gäste sowie den Konzertbesuch in den Mittelpunkt. Kurz: Das Bauwerk ist also rundum gelungen!

glasmarte.at


Autor: Dipl.-Ing. Claudia El Ahwany

Der Beitrag Preisgekröntes Mozarteum-Foyer erschien zuerst auf FASSADEN Fachzeitung - Fassadentechnik Gebäudehülle.



Der Gebäudekomplex des Mozarteums gehört zum Welterbe der Salzburger Altstadt und steht unter Denkmalschutz. Bislang wurden die zwei Gebäude nur unzureichend miteinander verbunden. Dies änderten die Architekten Maria Flöckner und Hermann Schnöll mit einem Neubau aus Stahl und Glas. Für den Boden verwendeten sie Strukturglas von Glas Marte. Das Gebäude wurde 2023 mit dem Staatspreis Architektur ausgezeichnet.

Dies änderten die Architekten Maria Flöckner und Hermann Schnöll durch ihren Neubau. Foto: Andrew Phelp
Dies änderten die Architekten Maria Flöckner und Hermann Schnöll durch ihren Neubau. Foto: Andrew Phelp

Im Jahr 1907 erwarb in Salzburg ein Verein die Villa Lasser samt Grundstück, um hier ein Mozarthaus zu errichten. Auf dem Gelände sollten ein Konzertsaal, ein Konservatorium mit Verwaltung und eine Sammlung über den Komponisten untergebracht werden. Richard Berdl übernahm die architektonische Planung. Er errichtete neben dem vorhandenen Bauwerk ein zweites. Dazwischen entstand ein schmaler Hof, der durch einen Torbau an der Schwarzstraße und einen rückwärtigen Verbindungstrakt begrenzt war. Allerdings gelang es dem Planer nur unzureichend, beide Häuser sinnvoll miteinander zu verknüpfen.

Das komplette Foyer ist zwischen den Bestandsbauten eingehängt. Seine Lasten werden über diese in den Boden abgeleitet – eine Konstruktionsweise, die an Brücken mit zwei Widerlagern erinnert. Foto: Andrew Phelp
Das komplette Foyer ist zwischen den Bestandsbauten eingehängt. Seine Lasten werden über diese in den Boden abgeleitet – eine Konstruktionsweise, die an Brücken mit zwei Widerlagern erinnert. Foto: Andrew Phelp

Zum Problem gehörten unter anderem die unterschiedlichen Ebenen der Häuser. So bestand beispielsweise die einzige Verbindung in einer steilen Treppe, die sich im Bestandsobjekt befand. Zudem war ein Pausenraum ursprünglich nicht vorgesehen, musste jedoch noch während des Baus eingefügt werden. Dementsprechend gestaltete sich der Weg vom Konzertsaal dorthin. Ferner besaßen beide Häuser keinerlei barrierefreie Erschließung, was beim Konzerthaus 2002 durch einen Lifteinbau nur wenig zufriedenstellend behoben wurde. Kurzum: Es musste eine Lösung für diese bauliche Situation gefunden werden.

Ein Großteil des Bodens besteht aus ICE-H-Platten von Glas Marte. Die Architekten entschieden sich dafür, weil ihr Erscheinungsbild hervorragend zum Kontext des Gebäudes passt. Foto: Andrew Phelp
Ein Großteil des Bodens besteht aus ICE-H-Platten von Glas Marte. Die Architekten entschieden sich dafür, weil ihr Erscheinungsbild hervorragend zum Kontext des Gebäudes passt. Foto: Andrew Phelp

Gewinnender Neubeginn

Es wurde ein internationaler, dreistufiger Wettbewerb ausgerufen, den Maria Flöckner und Hermann Schnöll gewannen. Sie ersetzten den alten Verbindungstrakt durch einen zweigeschossigen Stahl-Glas-Bau. Dieser empfängt im Erdgeschoss den Besucher auf 200 m² mit einem Eingangsfoyer, angrenzend an den Garderobenbereich. Im Obergeschoss bietet er eine 170 m² große Fläche für angenehme Pausenaufenthalte. Hermann Schnöll sagt hierzu: „Uns war es wichtig, mit zeitgenössischer Architektur einen Kontrast zum Bestand zu bilden und dem Konzertbesucher in der Pause die Möglichkeit zum Durchatmen zu geben.“ Gelungen ist dies den Architekten mithilfe eines Neubaus, dessen tragendes Element eine über 100 Tonnen schwere ölbehandelte Schwarzstahlkonstruktion ist. Deren technische Planung, Fertigung und Montage übernahmen die Mitarbeiter der Pichler projects GmbH.

Anfangs befürchteten die Baubeteiligten, dass man bei einem Blick nach oben durch das Glas „zu viel sehen“ würde – zum Beispiel wenn eine Person in der Etage darüber einen Rock trägt. Doch diese Bedenken erwiesen sich schnell als unbegründet: Nur die Umrisse der Schuhsolen sind erkennbar, alles andere bleibt schemenhaft. Foto: Andrew Phelp
Anfangs befürchteten die Baubeteiligten, dass man bei einem Blick nach oben durch das Glas „zu viel sehen“ würde – zum Beispiel wenn eine Person in der Etage darüber einen Rock trägt. Doch diese Bedenken erwiesen sich schnell als unbegründet: Nur die Umrisse der Schuhsolen sind erkennbar, alles andere bleibt schemenhaft. Foto: Andrew Phelp

Das Bozener Unternehmen hat sich auf die Konzeption und Realisierung anspruchsvoller Projekte aus Stahl und Glas spezialisiert. Fürs Mozarteum übernahmen seine Mitarbeiter die komplette Werkplanung, die Fertigung und die Montage. Bei der Gebäudestatik orientierten sie sich unter anderem an der Konstruktionsweise von Brücken. Denn da das komplette Foyer zwischen den Bestandsbauten eingehängt ist, d. h. die Lasten über diese in den Boden abgeleitet werden, ähnelt die Statik der einer Brücke mit zwei Widerlagern. Und auch bei den Stahlböden von Erd- und Obergeschoss findet sich diese Konstruktionsweise wieder: Sie wurden in der Mitte leicht erhöht eingebaut, sodass sie sich unter den anschließend anfallenden Lasten senken und eine ebene Fläche bilden kann.

Gelungener Glaseinsatz

Neben dem Stahl spielt auch das Material Glas in dem Gebäude eine besondere Rolle. Denn nicht nur die rund 500 m² große Außenhaut besteht daraus, sondern auch ein Großteil des Bodenbelags. Hier setzten die Planer neben Terrazzo das Strukturglas ICE-H von Glas Marte ein. Es verfügt über eine einzigartig aufgebrochene Oberflächenbeschaffenheit, die an Eisblumen erinnert, und passt sich so der Architektursprache sehr gut an. Maria Flöckner sagt hierzu: „Weil sich das Gebäude in Nachbarschaft zum Mirabellengarten befindet, nahmen wir dieses botanische Thema mithilfe der floralen Strukturen des ICE-H-Glases gestalterisch auf.“ Eine schöne Verbindung zur Umgebung. Das Glas selbst ist in den Stärken 6, 8, 10 sowie 12 mm erhältlich. Es eignet sich für Fassaden, Trennwände, Isolierglas sowie Bodenbeläge gleichermaßen. Beim Mozarteum handelt es sich um einen öffentlich zugänglichen Raum. Infolgedessen ist vorgeschrieben, dass der Boden eine Rutschfestigkeit von mindestens R11 hat. Das ICE-H-Glas entspricht der Bewertungsgruppe A nach DIN 51097 und hat eine Rutschhemmung R11– erfüllt also diese Anforderung spielend.

Stahl, Glas und Terrazzo – das sind die drei wichtigsten Baustoffe des Foyers Der preisgekrönte Neubau verbindet die beiden Bestandsobjekte wesentlich besser, als sein Vorgänger es je vermochte. Foto: Andrew Phelp
Stahl, Glas und Terrazzo – das sind die drei wichtigsten Baustoffe des Foyers Der preisgekrönte Neubau verbindet die beiden Bestandsobjekte wesentlich besser, als sein Vorgänger es je vermochte. Foto: Andrew Phelp

Gekonnte Konstruktion

Anspruchsvoll war die Montage der Glaselemente im Stahlbau. Bei beiden Stockwerken wurden die 0,7×2,4 m großen und 150 Kilo schweren Glasplatten auf einen Stahlrahmen aufgelegt. Hierbei mussten die Mitarbeiter der Firma Pichler beachten, dass sich das Metall bei Wärme relativ stark ausdehnt und bei Kälte zusammenzieht. Die dabei anfallenden Längenänderungen nimmt Glas allerdings nur bedingt auf. Ist die Spannung zu hoch, reißt es. Um dies zu vermeiden, klebte das ausführende Unternehmen die ICE-H-Platten nicht direkt auf den Stahl. Stattdessen wurde ein Blockprofil auf Silikonbasis „zwischengeschaltet“, welches die Lasten übernimmt und Längenänderungen ausgleichen kann. Selbstverständlich ist auch der Raum zwischen den einzelnen Glasplatten mit einer Silikonfuge versehen. Die Anforderungen an den Brandschutz hingegen mussten über eine Sonderlösung erfüllt werden. Unter dem ICE-H befindet sich ein 23 mm dickes Brandschutzglas. Doch eine Frage beschäftigte die Baubeteiligten etwas intensiver: Wie durchsichtig ist das Glas tatsächlich? Da das Strukturglas in beiden Stockwerken den Geschossboden bildet, bestand die Befürchtung, dass man „zu viel“ sieht. Und auch hier konnte das ICE-H punkten: Steht eine Person im Obergeschoss auf der Glasfläche, sieht man in der darunterliegenden Etage lediglich die Fläche der Schuhsohlen. Alles, was sich darüber befindet, ist nur schemenhaft zu erkennen. So sorgt das Glas für eine ungewöhnliche, ansprechende Verbindung zwischen den beiden Ebenen.

Die Architektur bestickt durch ihre klare Linienführung. Foto: Andrew Phelp
Die Architektur bestickt durch ihre klare Linienführung. Foto: Andrew Phelp

Geehrte Architektur

Angesichts der schwierigen Ausgangssituation und dessen, was die beiden Architekten aus ihr machten, verwundert es nicht, dass das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft das neue Foyer mit dem Staatspreis Architektur 2023 ausgezeichnet hat. Ist es Maria Flöckner und Hermann Schnöll doch gelungen, eine Kulturinstitution so zu revitalisieren und modernisieren, dass sich das Foyer in den Bestand einfügt und eine moderne Leichtigkeit ausstrahlt. Dabei stellt die räumliche Ergänzung die Gäste sowie den Konzertbesuch in den Mittelpunkt. Kurz: Das Bauwerk ist also rundum gelungen!

glasmarte.at


Autor: Dipl.-Ing. Claudia El Ahwany

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Das hauchdünne Fineo Vakuumisolierglas war beim Umbau des Luxus-Boutiquehotels aus dem 17. Jahrhundert nicht nur aus Sicht des Denkmalschutzes ein wichtiger Baustein des Sanierungskonzepts. Zandbergen geht der Komfort seiner Gäste über alles. Mit einer thematischen Hommage an das goldene Zeitalter der Niederlande macht er den Aufenthalt endgültig zu einem einzigartigen Erlebnis.

Amsterdamer Historie gepaart mit Luxus und Komfort

Amsterdam zählt fast 9.800 nationale und städtische Denkmäler. Das Stadtzentrum mit dem weltberühmten Grachtengürtel und den typischen Giebelhäusern steht seit 1999 sogar als Ganzes unter Denkmalschutz und ist seit 2010 UNESCO Weltkulturerbe. Auch das Backsteinhaus mit Halsgiebel und Mittelrisalit an der Leidsegracht 14 reiht sich in das Häuserensemble im Stil des holländischen Klassizismus ein. Dass sich hinter der eher strengen Fassade des 2021 von Niels Zandbergen eröffneten „The Noblemen“ eines der aufsehenerregendsten Luxus-Boutiquehotels der Stadt verbirgt, bleibt auf den ersten Blick verborgen.

Das 17. Jahrhundert ist heute im Zusammenhang mit der Niederlande als Goldenes Zeitalter bekannt. Das kleine Land war zu einer Weltmacht aufgestiegen, um 1670 segelten etwa 15.000 Schiffe im Auftrag der jungen Republik. Im Zug dieses wirtschaftlichen Booms erlebten Architektur, Wissenschaften und Kunst einen beispiellosen Aufschwung, die religiöse Toleranz zog Menschen aus aller Herren Länder an. Der erste Besitzer des im Jahr 1663 erbauten Giebelhauses war der Marseiller Marmorhändler Isaac Foucquier, der wie Kaufleute durch den internationalen Handel reich geworden war. Teile der originalen Marmorböden sind erhalten geblieben.

Der Name und das gestalterische Konzept des „The Noblemen“ gehen auf berühmte Amsterdamer Persönlichkeiten, die in der Gegend um die Leidsegracht gelebt oder gewirkt haben, zurück. Jedes der 13 Zimmer ist einem von ihnen gewidmet und wurde unter der kreativen Führung des Designers Stef van der Bijl mit ausgesuchten Antiquitäten und fast musealen Anspielungen auf den jeweiligen „Nobleman“ gestaltet. Im Rembrandt van Rjin Raum taucht man nicht nur in die Historie des berühmten Malers ein, sondern auch in stilvollen Luxus – inklusive freistehender Kupferbadewanne. In einer Ecke ist ein kleines Malerstudio aufgebaut, eine Vitrine zeugt von seiner Sammelleidenschaft, die ihn am Ende ruinieren sollte.

Damals wie heute waren die Bauplätze an den Grachten begehrt und teuer, daher wurden Steuern für die Gebäudebreite entrichtet. Also baute man die schmal, hoch und lang. Nach hinten schlossen sich meist ein Treppenhaus, ein Hinterhaus und ein kleiner Garten an.

Hoher Dämmwert ist die Basis für angenehme, sommerliche Kühle

Um in dem bereits bestehenden Hotel den hohen Komfort zu schaffen, den er sich vorstellte, mussten Zandbergen und sein Team viele Änderungen vornehmen. Sie wollten keine Klimaanlage haben, sondern eine natürliche und entspannte Atmosphäre in den Zimmern schaffen. Da keine Gebläse in Frage kamen, entschieden sie sich für eine Fußbodenkühlung.

Allerdings erfordert diese natürliche Form der Kühlung eine gute Wärmedämmung, da sie sonst nicht effizient arbeiten kann und insbesondere an heißen Tagen extrem viel Energie benötigt. Ein wichtiger Baustein war für das Team in diesem Zusammenhang das hauchdünne Fineo Isolierglas. Bei 6,5 Millimetern Dicke hat es mit 0,7 den gleichen Dämmwert wie eine Dreifachverglasung mit einer Dicke von 32 Millimetern. Neben seinen guten thermischen Eigenschaften besitzt es darüber hinaus eine hervorragende Schalldämmung bis 30 dBA, erklärte Edwin van Westen, Niederlassungsleiter des ausführenden Bauunternehmens ToekomstGroup.

Exakte Maßfertigung für die denkmalgeschützten Fensterrahmen

Ob Holland, Belgien, Deutschland oder Frankreich, aus dem Denkmalstatus ergeben sich in der Regel überall in Europa die gleichen Herausforderungen für die Fensterrestauration. Den Denkmalbehörden geht es vor allem um den Erhalt der originalen Bausubstanz. Sollte es nicht möglich sein, die Bestandsverglasung zu bewahren, muss mindestens der Originaleindruck der Fassaden rekonstruiert werden.

Allerdings sind sich auch die strengsten Denkmalschützer der Tatsache bewusst, dass eine sinnvolle und wirtschaftliche Gebäudenutzung mit einer energetischen Sanierung einhergehen muss. Für die Bestandsfenster heißt der Kompromiss in der Praxis meist: reparieren und energetisch ertüchtigen, statt rekonstruieren. Handelt es sich bei der Verglasung nicht um historisch besonders bedeutendes, mundgeblasenes Zylinderglas oder frühes Ziehglas, wird daher in den meisten Fällen eine neue Isolierverglasung eingesetzt. Jedoch muss sie ohne Eingriffe in die Fensterkonstruktion in die bestehenden Fensterrahmen eingepasst werden, sofern auch diese unter Schutz stehen.

Für die Grachtenhäuser in Amsterdam gilt die Vorgabe, dass gezogenes Glas gegenüber Floatglas bevorzugt wird, sofern nicht ursprünglich Floatglas verwendet wurde. An der Straßenfassade des Noblemenmen wurde das Fineo Vakuumisolierglas mit einem Restaurierungsglas kombiniert und man sieht im Vorbeigehen die typische, gewellte Oberfläche.

Edwin van Westen erklärte, dass die vielen schiefen Fenster im Gebäude eine echte Herausforderung darstellten. Die Verglasung musste sehr genau ausgemessen werden und wurde dann in der Fabrik nach Maß gefertigt. Das Ergebnis sei beeindruckend gewesen. Durch die geringe Dicke konnten sie das Fineo Glas unmittelbar in den Falz einsetzen, ohne es fräsen zu müssen, was viele Arbeitsstunden einsparte.

Roland Skomda, Fineo-Vertriebsleiter in der DACH-Region, bestätigte, dass The Noblemen mit Fineo eine nachhaltige Wahl für viele Jahrzehnte getroffen habe. Da das Vakuum dauerhaft dicht zwischen zwei Scheiben versiegelt sei, behält es seine Wärmedämmleistung über die gesamte Nutzungsdauer von mindestens 60 Jahren. Fineo werde ausschließlich in Belgien produziert und könne als einziger Anbieter eine ETA-Zertifizierung sowie eine 20-Jahres-Garantie vorweisen.

www.fineoglass.eu

Der Beitrag Denkmalgerechte Kombination mit historisierenden Scheiben erschien zuerst auf FASSADEN Fachzeitung - Fassadentechnik Gebäudehülle.



Die Ernst Schweizer AG stellt das völlig neu entwickelte Schrägdach-Montagesystem MSP-PR-RA vor. Durch die innovative Konstruktion verringert sich der Bedarf an Dachhaken im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen erheblich. Die Montagezeit der Unterkonstruktion sinkt dadurch um bis zu 50 Prozent. MSP-PR-RA ist in der Schweiz bereits bei Pilot-Projekten im Einsatz. Der Verkaufsstart ist für das kommende Jahr geplant.

Lastenverteilung durch aufliegende Bauweise

Rafael Hernandez Schmid, Leiter des Produktmarketings bei Ernst Schweizer, betonte, dass Installateure und Betreiber mit dem neuen System bei den Kosten sparen würden, jedoch nicht bei der Qualität.

Kern der Innovation ist die aufliegende Bauweise: Die Photovoltaik-Module werden in Dachhaken eingehängt, die wiederum an Profilen montiert sind. Diese verfügen über einen Polyurethan-Elastomer (PUR)-Schutzstreifen und liegen auf den Dachziegeln auf. Durch die bessere Lastverteilung sinkt die Anzahl der Dachhaken im Idealfall um über zwei Drittel.

Die zulässige Tragfähigkeit von Tondachziegeln und Betondachsteinen wurde bei der Entwicklung des Systems berücksichtigt und wird deutlich unterschritten. Das Material des Schutzstreifens hat sich in besonders langlebigen Anwendungen wie Gleisanlagen von Straßen-, U- und S-Bahnen bewährt und entspricht der DIN 45673-5.

Geringere mechanische Belastung der Module und homogene Optik

Neben der schnelleren Montage hat das neue System MSP-PR-RA einen weiteren Vorteil: Es reduziert die mechanische Belastung der PV-Module, insbesondere auf unebenen Dächern. Die Inlay-Montage in Profilschienen und flexible Dachhaken gleichen mögliche Spannungen aus.

Zudem wird das Erscheinungsbild der Gesamtanlage homogener: Die Module werden optisch nahtlos und ohne Abstand zum Dach montiert.

Nachhaltige Produktion

Wie bei der gesamten MSP-Produktpalette von Schweizer wird das Aluminium-Vormaterial ausschließlich mit Strom aus erneuerbarer Energie produziert. Dadurch sinken die CO2 Emissionen um etwa 75 Prozent im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt.

Die Planungssoftware, das Solar.Pro.Tool von Schweizer, berechnet automatisch die produktionsbedingten Treibhausgasemissionen für die jeweilige Installation. So hilft sie dabei, den CO2-Fussabdruck des Bauvorhabens besser einzuschätzen.

ernstschweizer.com

Der Beitrag Beschleunigung der Photovoltaik-Schrägdach-Montage erschien zuerst auf DACH Fachzeitung.



Die Ernst Schweizer AG stellt das völlig neu entwickelte Schrägdach-Montagesystem MSP-PR-RA vor. Durch die innovative Konstruktion verringert sich der Bedarf an Dachhaken im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen erheblich. Die Montagezeit der Unterkonstruktion sinkt dadurch um bis zu 50 Prozent. MSP-PR-RA ist in der Schweiz bereits bei Pilot-Projekten im Einsatz. Der Verkaufsstart ist für das kommende Jahr geplant.

Lastenverteilung durch aufliegende Bauweise

Rafael Hernandez Schmid, Leiter des Produktmarketings bei Ernst Schweizer, betonte, dass Installateure und Betreiber mit dem neuen System bei den Kosten sparen würden, jedoch nicht bei der Qualität.

Kern der Innovation ist die aufliegende Bauweise: Die Photovoltaik-Module werden in Dachhaken eingehängt, die wiederum an Profilen montiert sind. Diese verfügen über einen Polyurethan-Elastomer (PUR)-Schutzstreifen und liegen auf den Dachziegeln auf. Durch die bessere Lastverteilung sinkt die Anzahl der Dachhaken im Idealfall um über zwei Drittel.

Die zulässige Tragfähigkeit von Tondachziegeln und Betondachsteinen wurde bei der Entwicklung des Systems berücksichtigt und wird deutlich unterschritten. Das Material des Schutzstreifens hat sich in besonders langlebigen Anwendungen wie Gleisanlagen von Straßen-, U- und S-Bahnen bewährt und entspricht der DIN 45673-5.

Geringere mechanische Belastung der Module und homogene Optik

Neben der schnelleren Montage hat das neue System MSP-PR-RA einen weiteren Vorteil: Es reduziert die mechanische Belastung der PV-Module, insbesondere auf unebenen Dächern. Die Inlay-Montage in Profilschienen und flexible Dachhaken gleichen mögliche Spannungen aus.

Zudem wird das Erscheinungsbild der Gesamtanlage homogener: Die Module werden optisch nahtlos und ohne Abstand zum Dach montiert.

Nachhaltige Produktion

Wie bei der gesamten MSP-Produktpalette von Schweizer wird das Aluminium-Vormaterial ausschließlich mit Strom aus erneuerbarer Energie produziert. Dadurch sinken die CO2 Emissionen um etwa 75 Prozent im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt.

Die Planungssoftware, das Solar.Pro.Tool von Schweizer, berechnet automatisch die produktionsbedingten Treibhausgasemissionen für die jeweilige Installation. So hilft sie dabei, den CO2-Fussabdruck des Bauvorhabens besser einzuschätzen.

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Da ist er wieder, der Duft von frisch gemähtem Gras. Wo Rasenmäher oder Rasenroboter nicht hinkommen, muss der Gartenbesitzer selbst Hand anlegen. Akkubetriebene Motorsensen bieten eine Reihe von Vorteilen, die sie zu einer guten Wahl für Hobbygärtner und Profis machen. In der Welt der Rasenpflege hat die Akkutechnologie eine Revolution ausgelöst und die Art und Weise, wie wir Gras mähen und Unkraut jäten, verändert. Wir haben die neue Akku-Motorsense Stihl FSA 30 im eigenen Garten getestet.

Einer der größten Vorteile einer akkubetriebenen Motorsense ist die kabellose Freiheit. Im Gegensatz zu Elektrosensen, die an eine Steckdose gebunden sind, bieten akkubetriebene Geräte uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Dies ermöglicht eine mühelose Rasenpflege auch an schwer zugänglichen Stellen oder auf großen Grundstücken.

Akkubetriebene Freischneider sind eine umweltfreundliche Alternative zu benzinbetriebenen Geräten. Da sie keinen Verbrennungsmotor haben, entstehen keine Emissionen wie Kohlenmonoxid oder Stickoxide.

Die neue Akku-Motorsense Stihl FSA 30 kommt in einem kompakten Karton zum Anwender und ist auch ohne Lesen der Bedienungsanleitung schnell aufgebaut. Die Sense sorgt für saubere Kanten an Gartenwegen und Rasenrändern und wiegt mit Akku und Schneidwerkzeug nur 2,3 Kilogramm.

Der Wechsel vom Trimmer für horizontales Arbeiten zum Rasentrimmer für randnahes Schneiden erfolgt schnell und werkzeuglos. Dazu lässt sich der Schneidkopf um 90 Grad schwenken. Schaftlänge und Griffwinkel lassen sich werkzeuglos und individuell auf die Körpergröße des Anwenders einstellen und ermöglichen so ein ergonomisches und kräfteschonendes Arbeiten. Serienmäßig ist das kompakte Gerät mit dem Mähkopf PolyCut 3-2 mit Kunststoffmessern ausgestattet. Bis zu sechs dieser flexiblen und gleichzeitig stabilen Messer können platzsparend direkt am Gerät aufbewahrt werden.

Schaftlänge und Griffwinkel lassen sich werkzeuglos und individuell auf die Körpergröße des Anwenders einstellen und ermöglichen so ein ergonomisches und kräfteschonendes Arbeiten. Serienmäßig ist das kompakte Gerät mit dem Mähkopf PolyCut 3-2 mit Kunststoffmessern ausgestattet. Bis zu sechs dieser flexiblen und gleichzeitig stabilen Messer können platzsparend direkt am Gerät aufbewahrt werden. Wir arbeiten jetzt seit Wochen mit der Erstausstattung an Kunststoffmessern, also mit dem ersten Paar!

Wer häufig an Begrenzungen wie Mauern oder Steinen arbeitet, sollte laut Stihl auf den optionalen Fadenmähkopf AutoCut C 3-2 zurückgreifen. Auch für den Wechsel der Schneidköpfe ist kein Werkzeug erforderlich. Seine Energie bezieht der Stihl FSA 30 aus dem Akku AS 2 des Stihl Akku-Systems AS, mit dem auch die anderen Gartengeräte des Systems wie die Strauchschere HSA 26 oder der Trimmer GTA 26 betrieben werden können. Über die verbleibende Restenergie informiert der Akku durch vier LED-Leuchten an der Ladezustandsanzeige der Motorsense. Der 10,8 V Lithium-Ionen-Akku verfügt über einen Energieinhalt von 28 Wh und lässt sich mit dem Ladegerät AL 1 in knapp 80 Minuten vollständig aufladen.

Bei uns kam der Akku bereits voll aufgeladen an und ermöglichte den sofortigen Einsatz auf den verfilzten Grasbüscheln. Da nachts noch Frostgefahr bestand, konnte der Rasenroboter seine tägliche Arbeit noch nicht verrichten. Da wir keinen englischen Rasen haben, sondern eine richtig saftige Wiese, wachsen die verschiedenen Gräser sehr ungleichmäßig. Was schon zu hoch ist, lässt sich mit der Akku-Motorsense von Stihl leicht kürzen. Das Gerät übertrifft Baumarkt- und Billigmodelle um Längen.

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Die indische Stadt Delhi besteht eigentlich aus zwei Städten: Im Norden liegt Old Delhi (Shahjahanabad), die historische Stadt, und im Süden New Delhi, seit 1947 die Hauptstadt Indiens. Sie ist ein wichtiger Handels-, Verkehrs- und Kulturknotenpunkt für das ganze Land.

Delhi ist außerdem als eine der Städte mit der schlechtesten Luftqualität weltweit bekannt.

Laut der IQAir-Studie vom Juni 2023 vom Juni 2023 belegt Delhi den vierten Platz der Großstädte mit der höchsten Luftverschmutzung weltweit. Die Luftverschmutzung wird durch Millionen von Fahrzeugen verursacht, die täglich in der Stadt unterwegs sind, sowie durch Industrieemissionen, Bauarbeiten und die Verbrennung von landwirtschaftlichen Abfällen. Aufgrund der schlechten Luftqualität entsteht Smog, der wiederum schon den Flugverkehr zum Erliegen gebracht hat, Verspätungen im Schienenverkehr verursacht und die Temperaturen im Winter ansteigen lässt. Noch alarmierender ist jedoch, dass die Zahl der Lungenerkrankungen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt erheblich gestiegen ist.

Die Delhi Metro Rail Corporation (DMRC) arbeitet daran, das U-Bahnsystem in New Delhi auszubauen, um es für Einwohner und Touristen besser zugänglich zu machen und eine sichere und effiziente Alternative zum Auto zu bieten.

Durch die Verwendung von Bentley-Anwendungen konnte DMRC 1.000 Arbeitsstunden und damit verbundene Kosten einsparen. Bildgenehmigung durch Delhi Metro Rail Corporation.
Durch die Verwendung von Bentley-Anwendungen konnte DMRC 1.000 Arbeitsstunden und damit verbundene Kosten einsparen. Bildgenehmigung durch Delhi Metro Rail Corporation.

„Die Metro Delhi hat maßgeblich dazu beigetragen, eine neue Ära des öffentlichen Nahverkehrs in Indien einzuleiten“, sagte Viraj Gupta, stellvertretender Generaldirektor der DMRC. „Mit dem ausgefeilten und modernen Metrosystem wurden zum ersten Mal in Indien praktische, klimatisierte und umweltfreundliche Dienste geschaffen und der öffentliche Nahverkehr nicht nur in der National Capital Region, sondern im ganzen Land revolutioniert.“

Mit der 4,89 Milliarden INR (ca. 54,6 Millionen EUR) teuren Erweiterung der Metro Delhi im Rahmen von Phase 4 der Bauarbeiten wird die bestehende 390 Kilometer lange Strecke um fast 62 Kilometer verlängert. Dadurch sollen die Zahl der Verkehrsunfälle und die Kohlenstoffemissionen von Fahrzeugen weiter reduziert werden. „In dieser Phase wird jede vierte U-Bahn-Station zu einem Umsteigepunkt ausgebaut“, erklärte Gupta. „So können die Pendler problemlos umsteigen und ihr Ziel schnell erreichen, anstatt längere Strecken fahren zu müssen.“

Suche nach Lösungen für technische Herausforderungen

Teil des Projekts waren der statische Entwurf und der Bau von zwei Tunneln und einer U-Bahn-Station in der Nähe von Krishna Park. Das Projekt war sowohl bautechnisch als auch geotechnisch eine Herausforderung, da die Arbeiten in einem dicht besiedelten Stadtgebiet durchgeführt werden mussten. Zudem waren die Arbeiten von DMRC auf bestimmte Zeiten beschränkt, um die Beeinträchtigung der Anwohner durch Lärm möglichst gering zu halten. Außerdem wurde der Tunnelbau durch den Alluvialboden erschwert. Der Grundwasserpegel des Bodens war hoch und es gab Schwierigkeiten mit Setzungen. Hinzu kamen alte, baufällige Gebäude entlang der Tunneltrasse.

Auch die Abwasserleitungen mussten in die Überlegungen einbezogen werden. „Wir mussten die Abwasserleitungen auf eine Tiefe von zehn Metern verlegen, da sie die Trassenführung des Tunnels beeinträchtigten“, erklärte Gupta. Deshalb benötigte das Team eine Software, die allen Herausforderungen dieses Projekts gerecht werden konnte.

Digitale Modellierung zur Optimierung von Arbeitsabläufen

Nach Abwägung der Möglichkeiten entschied sich DMRC für STAAD und PLAXIS. Zu Beginn wurde eine detaillierte Untersuchung des Gebäudezustands in der Umgebung durchgeführt, um anschließend alle Bauwerke zu verstärken, bei denen ein Bedarf festgestellt wurde. Mithilfe von PLAXIS und STAAD modellierte und analysierte das Projektteam den Boden sowie die Bau- und Tunnelkonstruktionen und überwachte und simulierte die Tragkonstruktionsbelastungen und Aushubarbeiten.

„STAAD half uns dabei, die Schnitteigenschaften aller Konstruktionselemente zu optimieren und so die Gesamtzahl der verwendeten Elemente zu reduzieren“, so Gupta. „Unsere Ingenieure konnten die wirtschaftlichsten Optionen auswählen.“

Die Delhi Metro Rail Corporation wurde von den Vereinten Nationen für das weltweit erste U-Bahn- und Schienensystem zertifiziert, das Emissionsgutschriften für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erhält. Bildgenehmigung durch Delhi Metro Rail Corporation.
Die Delhi Metro Rail Corporation wurde von den Vereinten Nationen für das weltweit erste U-Bahn- und Schienensystem zertifiziert, das Emissionsgutschriften für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erhält. Bildgenehmigung durch Delhi Metro Rail Corporation.

Mit BIM-Anwendungen wurden die Arbeitsabläufe gestrafft, die Kollisionserkennung erleichtert und Modelländerungen in Echtzeit vor der Ausführung der Bauarbeiten vor Ort ermöglicht. „Wir haben die Verformungen, Setzungen und Bewegungen an verschiedenen Punkten während der gesamten Projektdauer genau überwacht“, erklärte Gupta. „Da wir die Baumethode klar definiert hatten und umfangreiche geotechnische und geophysikalische Berichte [mit Anwendungen von Bentley] zur Verfügung standen, sind wir auf keine ungewöhnlichen oder anormalen Situationen gestoßen, die eine Änderung des Entwurfs oder der Baumethode erforderlich gemacht hätten.“

Da STAAD außerdem alle Bemessungsnormen für verschiedene Materialien erfüllt, konnte das Team jede Art von Konstruktion entwerfen und erhielt alle erforderlichen Daten. „Die synchronisierten Modelldaten können mit dem gesamten Entwurfsteam geteilt werden“, so Gupta. „Dies garantiert die termingerechte und kosteneffiziente Erstellung von Entwürfen und Konstruktionen aus Stahl, Beton, Holz, Aluminium und kaltgeformtem Stahl – unabhängig von ihrer Komplexität.“

Entwicklung einer attraktiven, umweltfreundlichen Transportmöglichkeit

Durch die Verwendung von Bentley-Anwendungen konnte DMRC 1.000 Arbeitsstunden und damit verbundene Kosten einsparen. Mit kollaborativer digitaler Modellierung und Analyse optimierte das Team den statischen Entwurf und reduzierte die Menge des benötigten Betonmaterials um etwa 1.500 Kubikmeter und die Stahlbewehrung um 250 Tonnen.

„STAAD hat uns insbesondere dabei geholfen, Zeit zu sparen und die Effizienz zu steigern, da keine manuellen Berechnungen erforderlich waren“, so Gupta. „Mit der Software haben wir die Arbeitsabläufe optimiert und mögliche Fehler beseitigt.“

Dieser neue Abschnitt des U-Bahnsystems von Delhi bietet ein umweltbewusstes Beförderungsmittel für die gesamte Stadt. „Die Zahl der Verkehrsunfälle in Delhi ist seit der Inbetriebnahme des U-Bahnsystems drastisch zurückgegangen“, sagte Gupta. „Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich die U-Bahn in Delhi zum wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel entwickelt hat und täglich 2,28 Millionen Pendler befördert. Dieser Korridor wird die verschiedenen Stadtteile miteinander verbinden und so die Zahl der Fahrzeuge auf den Straßen reduzieren und zur Eindämmung der Umweltverschmutzung beitragen.“

Das Team von DMRC wollte auch erreichen, dass die U-Bahnhöfe selbst einfach zu navigieren sind und dass die Software zur Maximierung der Fläche und zur Minimierung von Störungen beiträgt. Es gibt ein automatisches Fahrpreiserfassungssystem, mit dem die Kunden Chipkarten kaufen, aufladen und zum Ein- und Aussteigen verwenden können.

Außerdem sollte im Rahmen des Projekts ein ansprechender Raum geschaffen werden. „Die Station Krishna Park wird mit Kunstwerken und Bildern geschmückt, mit denen die reiche Geschichte, Kultur, Pflanzenwelt und Artenvielfalt dieses Viertels hervorgehoben wird“, so Gupta. „Durch die Anbindung an den Rest der Stadt wird diese Station von großem Nutzen für die Bewohner der nahegelegenen Innenbezirke sein.“

Mithilfe von Bentley-Anwendungen ist das Team auf dem besten Weg, die beiden Tunnel und eine U-Bahn-Station in der Nähe von Krishna Park bis Anfang 2024 fertigzustellen. Der Rest der Projektphase wird voraussichtlich im September 2025 abgeschlossen sein.

Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen

Aufgrund der Bemühungen, die Luftqualität in Delhi zu verbessern, wurde DMRC von den Vereinten Nationen für das weltweit erste U-Bahn- und Schienensystem zertifiziert, das Emissionsgutschriften für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erhält.

„Die Metro Delhi, die als technisch hochmodern gilt, spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld und Energie“, so Gupta.

Das Projekt zeigt bereits positive Auswirkungen für die Umwelt: Bisher hat das U-Bahnsystem dabei geholfen, die Luftverschmutzung in der Stadt um 6,3 Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren und so einen Beitrag zur Bekämpfung des globalen Klimawandels zu leisten.

„Mit dem Bau eines riesigen Netzes von rund 390 Kilometern mit 286 Stationen in Rekordzeit in Delhi ist DMRC ein leuchtendes Beispiel dafür, wie ein enormes, technisch komplexes Infrastrukturprojekt von einer Regierungsbehörde schneller als geplant und innerhalb der veranschlagten Kosten abgeschlossen werden kann“, so Gupta.

Dank der großartigen Initiative hat sich die Luftqualität verbessert und die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt können aufatmen.


Autorin: Jana Miller ist Senior Manager, Product Marketing, bei Bentley Systems. Sie ist unter jana.miller@bentley.com erreichbar.

Der Beitrag Ausbau der Delhi Metro: Verbesserte Luftqualität durch innovative Technologie erschien zuerst auf BIM Magazin - Building Information Modeling.



Die indische Stadt Delhi besteht eigentlich aus zwei Städten: Im Norden liegt Old Delhi (Shahjahanabad), die historische Stadt, und im Süden New Delhi, seit 1947 die Hauptstadt Indiens. Sie ist ein wichtiger Handels-, Verkehrs- und Kulturknotenpunkt für das ganze Land.

Delhi ist außerdem als eine der Städte mit der schlechtesten Luftqualität weltweit bekannt.

Laut der IQAir-Studie vom Juni 2023 vom Juni 2023 belegt Delhi den vierten Platz der Großstädte mit der höchsten Luftverschmutzung weltweit. Die Luftverschmutzung wird durch Millionen von Fahrzeugen verursacht, die täglich in der Stadt unterwegs sind, sowie durch Industrieemissionen, Bauarbeiten und die Verbrennung von landwirtschaftlichen Abfällen. Aufgrund der schlechten Luftqualität entsteht Smog, der wiederum schon den Flugverkehr zum Erliegen gebracht hat, Verspätungen im Schienenverkehr verursacht und die Temperaturen im Winter ansteigen lässt. Noch alarmierender ist jedoch, dass die Zahl der Lungenerkrankungen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt erheblich gestiegen ist.

Die Delhi Metro Rail Corporation (DMRC) arbeitet daran, das U-Bahnsystem in New Delhi auszubauen, um es für Einwohner und Touristen besser zugänglich zu machen und eine sichere und effiziente Alternative zum Auto zu bieten.

Durch die Verwendung von Bentley-Anwendungen konnte DMRC 1.000 Arbeitsstunden und damit verbundene Kosten einsparen. Bildgenehmigung durch Delhi Metro Rail Corporation.
Durch die Verwendung von Bentley-Anwendungen konnte DMRC 1.000 Arbeitsstunden und damit verbundene Kosten einsparen. Bildgenehmigung durch Delhi Metro Rail Corporation.

„Die Metro Delhi hat maßgeblich dazu beigetragen, eine neue Ära des öffentlichen Nahverkehrs in Indien einzuleiten“, sagte Viraj Gupta, stellvertretender Generaldirektor der DMRC. „Mit dem ausgefeilten und modernen Metrosystem wurden zum ersten Mal in Indien praktische, klimatisierte und umweltfreundliche Dienste geschaffen und der öffentliche Nahverkehr nicht nur in der National Capital Region, sondern im ganzen Land revolutioniert.“

Mit der 4,89 Milliarden INR (ca. 54,6 Millionen EUR) teuren Erweiterung der Metro Delhi im Rahmen von Phase 4 der Bauarbeiten wird die bestehende 390 Kilometer lange Strecke um fast 62 Kilometer verlängert. Dadurch sollen die Zahl der Verkehrsunfälle und die Kohlenstoffemissionen von Fahrzeugen weiter reduziert werden. „In dieser Phase wird jede vierte U-Bahn-Station zu einem Umsteigepunkt ausgebaut“, erklärte Gupta. „So können die Pendler problemlos umsteigen und ihr Ziel schnell erreichen, anstatt längere Strecken fahren zu müssen.“

Suche nach Lösungen für technische Herausforderungen

Teil des Projekts waren der statische Entwurf und der Bau von zwei Tunneln und einer U-Bahn-Station in der Nähe von Krishna Park. Das Projekt war sowohl bautechnisch als auch geotechnisch eine Herausforderung, da die Arbeiten in einem dicht besiedelten Stadtgebiet durchgeführt werden mussten. Zudem waren die Arbeiten von DMRC auf bestimmte Zeiten beschränkt, um die Beeinträchtigung der Anwohner durch Lärm möglichst gering zu halten. Außerdem wurde der Tunnelbau durch den Alluvialboden erschwert. Der Grundwasserpegel des Bodens war hoch und es gab Schwierigkeiten mit Setzungen. Hinzu kamen alte, baufällige Gebäude entlang der Tunneltrasse.

Auch die Abwasserleitungen mussten in die Überlegungen einbezogen werden. „Wir mussten die Abwasserleitungen auf eine Tiefe von zehn Metern verlegen, da sie die Trassenführung des Tunnels beeinträchtigten“, erklärte Gupta. Deshalb benötigte das Team eine Software, die allen Herausforderungen dieses Projekts gerecht werden konnte.

Digitale Modellierung zur Optimierung von Arbeitsabläufen

Nach Abwägung der Möglichkeiten entschied sich DMRC für STAAD und PLAXIS. Zu Beginn wurde eine detaillierte Untersuchung des Gebäudezustands in der Umgebung durchgeführt, um anschließend alle Bauwerke zu verstärken, bei denen ein Bedarf festgestellt wurde. Mithilfe von PLAXIS und STAAD modellierte und analysierte das Projektteam den Boden sowie die Bau- und Tunnelkonstruktionen und überwachte und simulierte die Tragkonstruktionsbelastungen und Aushubarbeiten.

„STAAD half uns dabei, die Schnitteigenschaften aller Konstruktionselemente zu optimieren und so die Gesamtzahl der verwendeten Elemente zu reduzieren“, so Gupta. „Unsere Ingenieure konnten die wirtschaftlichsten Optionen auswählen.“

Die Delhi Metro Rail Corporation wurde von den Vereinten Nationen für das weltweit erste U-Bahn- und Schienensystem zertifiziert, das Emissionsgutschriften für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erhält. Bildgenehmigung durch Delhi Metro Rail Corporation.
Die Delhi Metro Rail Corporation wurde von den Vereinten Nationen für das weltweit erste U-Bahn- und Schienensystem zertifiziert, das Emissionsgutschriften für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erhält. Bildgenehmigung durch Delhi Metro Rail Corporation.

Mit BIM-Anwendungen wurden die Arbeitsabläufe gestrafft, die Kollisionserkennung erleichtert und Modelländerungen in Echtzeit vor der Ausführung der Bauarbeiten vor Ort ermöglicht. „Wir haben die Verformungen, Setzungen und Bewegungen an verschiedenen Punkten während der gesamten Projektdauer genau überwacht“, erklärte Gupta. „Da wir die Baumethode klar definiert hatten und umfangreiche geotechnische und geophysikalische Berichte [mit Anwendungen von Bentley] zur Verfügung standen, sind wir auf keine ungewöhnlichen oder anormalen Situationen gestoßen, die eine Änderung des Entwurfs oder der Baumethode erforderlich gemacht hätten.“

Da STAAD außerdem alle Bemessungsnormen für verschiedene Materialien erfüllt, konnte das Team jede Art von Konstruktion entwerfen und erhielt alle erforderlichen Daten. „Die synchronisierten Modelldaten können mit dem gesamten Entwurfsteam geteilt werden“, so Gupta. „Dies garantiert die termingerechte und kosteneffiziente Erstellung von Entwürfen und Konstruktionen aus Stahl, Beton, Holz, Aluminium und kaltgeformtem Stahl – unabhängig von ihrer Komplexität.“

Entwicklung einer attraktiven, umweltfreundlichen Transportmöglichkeit

Durch die Verwendung von Bentley-Anwendungen konnte DMRC 1.000 Arbeitsstunden und damit verbundene Kosten einsparen. Mit kollaborativer digitaler Modellierung und Analyse optimierte das Team den statischen Entwurf und reduzierte die Menge des benötigten Betonmaterials um etwa 1.500 Kubikmeter und die Stahlbewehrung um 250 Tonnen.

„STAAD hat uns insbesondere dabei geholfen, Zeit zu sparen und die Effizienz zu steigern, da keine manuellen Berechnungen erforderlich waren“, so Gupta. „Mit der Software haben wir die Arbeitsabläufe optimiert und mögliche Fehler beseitigt.“

Dieser neue Abschnitt des U-Bahnsystems von Delhi bietet ein umweltbewusstes Beförderungsmittel für die gesamte Stadt. „Die Zahl der Verkehrsunfälle in Delhi ist seit der Inbetriebnahme des U-Bahnsystems drastisch zurückgegangen“, sagte Gupta. „Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich die U-Bahn in Delhi zum wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel entwickelt hat und täglich 2,28 Millionen Pendler befördert. Dieser Korridor wird die verschiedenen Stadtteile miteinander verbinden und so die Zahl der Fahrzeuge auf den Straßen reduzieren und zur Eindämmung der Umweltverschmutzung beitragen.“

Das Team von DMRC wollte auch erreichen, dass die U-Bahnhöfe selbst einfach zu navigieren sind und dass die Software zur Maximierung der Fläche und zur Minimierung von Störungen beiträgt. Es gibt ein automatisches Fahrpreiserfassungssystem, mit dem die Kunden Chipkarten kaufen, aufladen und zum Ein- und Aussteigen verwenden können.

Außerdem sollte im Rahmen des Projekts ein ansprechender Raum geschaffen werden. „Die Station Krishna Park wird mit Kunstwerken und Bildern geschmückt, mit denen die reiche Geschichte, Kultur, Pflanzenwelt und Artenvielfalt dieses Viertels hervorgehoben wird“, so Gupta. „Durch die Anbindung an den Rest der Stadt wird diese Station von großem Nutzen für die Bewohner der nahegelegenen Innenbezirke sein.“

Mithilfe von Bentley-Anwendungen ist das Team auf dem besten Weg, die beiden Tunnel und eine U-Bahn-Station in der Nähe von Krishna Park bis Anfang 2024 fertigzustellen. Der Rest der Projektphase wird voraussichtlich im September 2025 abgeschlossen sein.

Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen

Aufgrund der Bemühungen, die Luftqualität in Delhi zu verbessern, wurde DMRC von den Vereinten Nationen für das weltweit erste U-Bahn- und Schienensystem zertifiziert, das Emissionsgutschriften für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erhält.

„Die Metro Delhi, die als technisch hochmodern gilt, spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld und Energie“, so Gupta.

Das Projekt zeigt bereits positive Auswirkungen für die Umwelt: Bisher hat das U-Bahnsystem dabei geholfen, die Luftverschmutzung in der Stadt um 6,3 Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren und so einen Beitrag zur Bekämpfung des globalen Klimawandels zu leisten.

„Mit dem Bau eines riesigen Netzes von rund 390 Kilometern mit 286 Stationen in Rekordzeit in Delhi ist DMRC ein leuchtendes Beispiel dafür, wie ein enormes, technisch komplexes Infrastrukturprojekt von einer Regierungsbehörde schneller als geplant und innerhalb der veranschlagten Kosten abgeschlossen werden kann“, so Gupta.

Dank der großartigen Initiative hat sich die Luftqualität verbessert und die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt können aufatmen.


Autorin: Jana Miller ist Senior Manager, Product Marketing, bei Bentley Systems. Sie ist unter jana.miller@bentley.com erreichbar.

Der Beitrag Ausbau der Delhi Metro: Verbesserte Luftqualität durch innovative Technologie erschien zuerst auf BIM Magazin - Building Information Modeling.



Diriyah war einst die Heimat der saudischen Königsfamilie und ist reich an Geschichte, Kultur und Tradition. Die Stadt liegt nur etwa 19 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Riad, und einer ihrer Stadtteile wurde 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Aufgrund seiner Geschichte und Schönheit beschloss das Königreich Saudi-Arabien, Diriyah in die Saudi Vision 2030 aufzunehmen. Dabei handelt es sich um ein Regierungsprogramm zur Steigerung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Diversifizierung. Diriyah soll bis zum Jahr 2030 27 Millionen einheimische und internationale Besucher anziehen. Das gemischt genutzte Projekt Diriyah Gate, das diese Besucher anlocken soll, wird ein einzigartiges Reiseziel sein, das sich zu einem der größten Treffpunkte der Welt entwickeln soll.

KEO International Consultants stellt reibungslosen Ablauf der Baustellenlogistik sicher

KEO International Consultants, eines der weltweit größten Beratungsunternehmen, wurde mit der Überwachung der Logistik dieses umfangreichen Projekts beauftragt. „Seit über 60 Jahren ist KEO ein visionäres Unternehmen, das zu vielen der ehrgeizigsten Projekten der Welt, berühmten Orten, außergewöhnlichen Erfahrungen und florierenden Gemeinschaften beigetragen hat“, sagte Juan Tena Florez, Digital Services Director bei KEO. Das auf 63 Milliarden USD geschätzte Projekt Diriyah Gate wird ausgedehnte Grünflächen, Parks und Gärten umfassen, die nicht nur Erholungsgebiete schaffen, sondern auch zur Verbesserung der Luftqualität beitragen. Es wird zudem Bildungseinrichtungen und Forschungszentren umfassen. Das Team sollte die Bauarbeiten für all diese Anlagen leiten, was bereits eine große Herausforderung darstellte. Außerdem ist das Projektgelände mit einer Fläche von 9,3 Quadratkilometern sehr groß und kann in Zukunft auf 14 Quadratkilometer erweitert werden.

KEO reduzierte die Anzahl der Logistikressourcen um etwa 66 % und den Zeitaufwand für die Identifizierung und Lösung von Problemen um über 50 %. Bildgenehmigung durch KEO International Consultants.
KEO reduzierte die Anzahl der Logistikressourcen um etwa 66 % und den Zeitaufwand für die Identifizierung und Lösung von Problemen um über 50 %. Bildgenehmigung durch KEO International Consultants.

Die Suche nach der richtigen Bausoftware

KEO war bei diesem Projekt für einen sicheren, ununterbrochenen Zugang zur Baustelle sowie für die Verkehrs- und Bauplanung verantwortlich. Das Unternehmen stand vor der Herausforderung, innerhalb eines kurzen Zeitrahmens über 66 Anlagen zu realisieren und gleichzeitig den öffentlichen Verkehr während der Bauarbeiten zu managen. Angesichts des Projektumfangs und der großen Menge an Informationen stand fest, dass der Einsatz der besten Lösungen und Arbeitsabläufe für die digitale Abwicklung für den Projekterfolg entscheidend sein würde.

Die Kollisionserkennung hatte Priorität, da so sichergestellt werden konnte, dass der Entwurf keine sich überschneidenden Komponenten enthielt, was wiederum Zeiteinsparungen und die Vermeidung von Fehlern während des Baus bedeutete. Bei der Suche nach der richtigen Software stieß das Unternehmen jedoch schnell auf ein Problem. „Der zeitliche Aspekt von Überschneidungen wurde bei den meisten der verfügbaren Softwareoptionen nicht berücksichtigt, was sie für unsere Zwecke ungeeignet machte“, so Florez. KEO benötigte eine Software, die nicht nur für die Kollisionserkennung geeignet war, sondern auch 4D-Bausimulationen ermöglichte, um eine sichere und pünktliche Projektabwicklung sicherzustellen.

Nutzung der digitalen Baulösung von Bentley

KEO entschied sich für die SYNCHRO-Anwendungen von Bentley, um die Anforderungen in Bezug auf Simulation und Kollisionserkennung zu erfüllen. Mit dieser Software konnten digitale 4D-Arbeitsabläufe implementiert werden, die die erforderliche Effizienz und Sicherheit boten, um potenzielle Planungsprobleme zu erkennen, bessere Logistikmöglichkeiten zu erschließen und die Projektpläne effizienter an die Interessengruppen weiterzugeben. KEO begann mit der Verwendung der modellbasierten Zeitplanungsfunktion von SYNCHRO, um Aufgaben anhand der Modelle zu erstellen, und automatisierte dann die Prozesse, um in der Initiierungsphase Zeit zu sparen. Nach Fertigstellung des 4D-Modell nutzte das Team die Funktion zur dynamischen Kollisionserkennung, um das Projekt im Zeitverlauf zu verfolgen und einen Kollisionserkennungsbericht zu exportieren. „Wir haben den Bericht in vielen Formaten exportiert, um ihn mit Kunden und Interessengruppen zu teilen“, sagte Florez. „Außerdem haben wir das 4D-Modell monatlich mit dem Projektteam geteilt, sodass es von der Navigation durch das Modell und dem Verständnis der Prognosen für die Baustelle profitieren konnte.“

Durch die Digitalisierung konnte das Team 1.992 Stunden einsparen. Bildgenehmigung durch KEO International Consultants.
Durch die Digitalisierung konnte das Team 1.992 Stunden einsparen. Bildgenehmigung durch KEO International Consultants.

Das Team war auch in der Lage, Dashboards mit dem Power BI Connector in SYNCHRO Control zu erstellen. „Daten von Ressourcen, Aufgaben und Benutzerfeldern wurden in einem schönen Dashboard angezeigt“, sagte Florez. Teammitglieder konnten mit SYNCHRO Modeler sogar 3D-Elemente anpassen und schneiden. Vor allem aber half SYNCHRO bei der Validierung von Vorschlägen zur Logistik, da das Projektteam mit der Software das 4D-Modell durchlaufen konnte. „Wir konnten Videos erstellen, die uns halfen, viele komplexe Situationen vor Ort zu erklären, sowie Zeitabschnitte erstellen, um die Prognose für das gesamte Projekt über viele Jahre hinweg aufzuzeigen“, so Florez. KEO war in der Lage, einen soliden Planungsworkflow zu implementieren, der eine umfassende dynamische Kollisionserkennungsmatrix, periodische Koordinierungssitzungen und regelmäßige Baustellenbesichtigungen umfasste. Diese Elemente trugen gemeinsam dazu bei, die Projekteffizienz zu steigern, Konflikte zu minimieren und eine reibungslose Koordination während des gesamten Projektlebenszyklus sicherzustellen.

SYNCHRO sorgt für starken ROI bei KEO

Mit SYNCHRO kann KEO einen sicheren, kontinuierlichen Zugang zur Baustelle durch die Koordination zwischen Projektteams und Interessengruppen gewährleisten. Die Anzahl der Logistikressourcen konnte um ca. 66 % und die für die Identifizierung und Lösung von Problemen erforderliche Zeit um über 50 % reduziert werden. Das 4D-Modell ermöglichte eine Mobilitätsstudie zur Optimierung der Logistik und der Verkehrsplanung, wodurch eine provisorische Brücke, die 2 Millionen USD gekostet hätte, überflüssig wurde, während gleichzeitig der Kraftstoffverbrauch und die Kohlenstoffemissionen reduziert wurden. Insgesamt konnten 272 Tage an potenziellen Verspätungen und die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

Durch die Einführung digitaler Arbeitsabläufe konnte das Team 1.992 Arbeitsstunden einsparen und wird voraussichtlich sein Ziel, das Projekt bis 2027 abzuschließen, erreichen. Darüber hinaus hat das Team eine sichere Baustelle geschaffen. Durch die Einbeziehung von Gesundheitsschutz- und Sicherheitsaspekten in den 4D-Planungsprozess konnte KEO potenzielle Gefahren noch vor Baubeginn erkennen und eindämmen. Dies führte zu weniger Unfällen und Verletzungen auf der Baustelle. „SYNCHRO spielte eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung des Diriyah Gate-Projekts“, sagte Florez. „Durch die Integration von 4D-Modellierung und Planungsfunktionen hat SYNCHRO unser Team in die Lage versetzt, die Projektplanung zu optimieren, die Kommunikation zu verbessern und Ressourcen effizient zu verwalten, wodurch wir bessere Projektergebnisse und eine pünktliche Ausführung erreichen.“

Projektübersicht
Unternehmen: KEO International Consultants
Lösung: Bauwesen
Standort: Riad, Saudi-Arabien

Projektziele:

  • Verwaltung der Logistik auf einer 9,3 Quadratkilometer großen, gemischt genutzten Baustelle.
  • Gewährleistung eines sicheren, ununterbrochenen Zugangs zur Baustelle.

Projektspezifisches Playbook: SYNCHRO

Kurzinformation

  • Diriyah Gate wird ein einzigartiges kulturhistorisches Erlebnis bieten, einschließlich Gastronomie, Einzelhandel und Bildungsangeboten.
  • KEO entschied sich für die SYNCHRO-Anwendungen von Bentley, um seine Anforderungen an Simulation, Planung und Kollisionserkennung zu erfüllen.
  • Mithilfe von SYNCHRO war KEO in der Lage, durch die Koordination zwischen den Projektbeteiligten einen sicheren, ununterbrochenen Zugang für die gesamte Entwicklung zu gewährleisten.

Autorin: Marion Bouillin ist Senior Product Marketing Manager bei Bentley Systems. Sie leitet die Marketingbemühungen für SYNCHRO Construction, Bentleys Plattform für digitales Infrastrukturbaumanagement. Sie ist unter marion.bouillin@bentley.com erreichbar.

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