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18
Jun

Gebäude digital planen

Gebäude digital zu planen, um dadurch alle Beteiligten frühzeitig zusammenzubringen – das ist die Idee von Building Information Modeling (BIM). Mit Hilfe von Software entwerfen, modellieren, optimieren und simulieren Architekten, Bauingenieuren, Gebäudetechniker, Elektrotechniker, Statiker und Bauunternehmer Gebäude: von der Planungsphase über den Bau bis zum Betrieb und dem möglichen Rückbau. Dafür macht die FH Münster ihre Studierenden fit. Seit 2018 bieten die Fachbereiche Bauingenieurwesen (BAU), Energie – Gebäude – Umwelt (EGU) und Architektur (MSA) die interdisziplinäre Lehrveranstaltung BIM an. Wie genau dieses gemeinsame Modul aufgebaut ist und welchen Mehrwert BIM in der technischen Gebäudeausrüstung bietet, erläutern Prof. Dr. Henriette Strotmann und Christine Hornbergs von der FH Münster am Dienstag (29. Juni) um 17 Uhr.

Dann findet das Online-Treffen der buildingSMART-Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe, Münster, Osnabrück zum Thema „BIM im Hochbau“ statt. Eine weitere Referentin spricht über „BIM in der Tragwerksplanung“. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Registrierung unter fhms.eu/BIM-Hochbau jedoch erforderlich.

Christine Hornbergs, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt (EGU), hält am 29. Juni einen Vortrag zum Thema „Konzeptentwicklung für eine plattformgestützte Zusammenarbeit im Sinne der BIM-Methodik in der technischen Gebäudeausrüstung“. Foto: FH Münster/Katharina Kipp
Christine Hornbergs, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt (EGU), hält am 29. Juni einen Vortrag zum Thema „Konzeptentwicklung für eine plattformgestützte Zusammenarbeit im Sinne der BIM-Methodik in der technischen Gebäudeausrüstung“. Foto: FH Münster/Katharina Kipp

„BIM wird seit mehreren Jahren ganzheitlich implementiert, die erfolgreiche Umsetzung ist aber noch nicht branchenweit erreicht“, sagt Strotmann, die am Fachbereich Bauingenieurwesen der FH Münster forscht und lehrt. Es fehle ein gemeinsamer Standard, um einen homogenen Kenntnisstand zu erreichen. „Vor allem in der technischen Gebäudeausrüstung haben viele das große Potenzial von BIM noch nicht erkannt“, so Hornbergs. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin hat sich in ihrer Masterarbeit am Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt damit beschäftigt und ein Konzept für eine plattformgestützte Zusammenarbeit entwickelt.

Prof. Dr. Henriette Strotmann stellt in der Online-Veranstaltung das Mastermodul „BIM Interdisziplinär“ vor. Foto: privat
Prof. Dr. Henriette Strotmann stellt in der Online-Veranstaltung das Mastermodul „BIM Interdisziplinär“ vor. Foto: privat

Wie groß der Mehrwert des gemeinsamen Arbeitens verschiedener Disziplinen ist, vermittelt auch das Mastermodul „BIM Interdisziplinär“ den Studierenden. „Kommunikation und Austausch sind wichtige Erfolgsfaktoren für BIM. In unserem Modul bearbeiten die Studierenden in interdisziplinären Gruppen aus den drei Fachbereichen eine Projektaufgabe. Dadurch erwerben sie praxisnahe und technologische Kompetenzen“, erklärt Strotmann. Sie hat das Modul gemeinsam mit Prof. Ulrich Blum vom Fachbereich Architektur, der Münster School of Architecture (MSA), und Prof. Dr. Carsten Bäcker vom Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt konzipiert.

Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung „BIM im Hochbau“ fhms.eu/BIM-Hochbau

Der Beitrag Gebäude digital planen erschien zuerst auf Building Information Modeling - BIM Magazin.